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Ausstellung

8. Juli bis 16. November 2017

Deutsch-Französisches Kulturzentrum || Eintritt frei

Fotoausstellung „Les sans-papiers“ & „Bendo“ von Jörg Meier

Zur Serie "Les sans-papiers":
Auf der Esplanade du Trocadéro, von der aus man erhöht den Eiffelturm anschauen kann, befinden sich Menschengruppen, die man jeweils einem Land oder einer Hautfarbe zuordnen könnte. Der Marmorboden ist weiß wie auch die Touristen, die sich aus Bussen darüber ergießen. Dazwischen tummeln sich schwarze Männer mit Urlaubsmitbringseln vollbehangen. Sie kommen aus ehemaligen französischen Kolonien wie Nordafrika oder der Karibik. Wegen der Sprache sind sie nach Frankreich gekommen. Arbeit finden sie keine, und die Schleuser, die sie meist hierher bringen, verdienen nicht nur am Schleusen, sondern auch am Handel mit den Waren, mit denen sie ihre Unterkunft bezahlen.
Wenn man auf der Esplanade du Trocadéro steht und wartet, erlebt man, dass alle halbe Stunde Mannschaftswagen mit Polizisten halten, um Fang auf die Sans-papiers zu machen. Diese entfliehen durch die angelegenen Parks oder hinunter Richtung Ufer der Seine.
Die in Paris entstandene Fotoreihe wird in der Ausstellung von brandneuen Bildern des Fotografen ergänzt. Lassen Sie sich überraschen und machen Sie sich auf französischen Hip-Hop gefasst!

Les sans-papiers

Zur Serie "Bendo":
Die Fotoreihe ‚Bendo‘ beschreibt das Streben einer jungen Band mit Wurzeln in Guinea Conakry, die sich im Hip-Hop & Soul angesiedelt hat. Die jungen Männer aus dieser Band und ihr Umfeld leben seit 5-7 Jahren in Deutschland. Ihre Leidenschaft fließt in ‚Screezy224‘ – so der Name des Projekts – zusammen. Fester Bestandteil ist Boubacar Barry, der als Manager Studioaufnahmen mit Techniker, Video-Dreh mit Filmer, Live-Auftritte und Promotion finanziert und organisiert. Auf der anderen Seite steht der Rapper, Akteur und Komponist Alpha Diallo. ‚Bendo‘ ist der Titel eines Stückes, das das Ghetto beschreibt, das sie alle hinter sich gelassen haben und einen Einblick in die junge Welt des frankophonen Hip-Hops bietet. Mit viel Gestik und Gangster-Attitüden wird liebevoll Musik gemacht, die eine ganz eigene Geschichte erzählt.

Bendo