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Medientipp

Medientipps Oktober

Winter Renshaw: Secrets – Rixton Falls. Band 1

Royal war Demis erste Liebe. Alles war perfekt. Doch als er sie an einem Morgen eilig verlassen muss, hätte sie nicht gedacht, ihn erst nach sieben Jahren wiederzusehen. Und doch, als er wieder vor ihr steht, muss sie sich eingestehen, dass sie ihre erste Liebe nie vergessen konnte.
Mittlerweile ist Demi mit einem anderen verlobt, der diese Verlobung jedoch wieder gelöst hat. Das Problem nun: Der Ex-Verlobte liegt nach einem Autounfall im Koma. Und jetzt - da sie und Royal sich wieder näher kommen - wird Demi keiner glauben, dass die Verlobung gelöst wurde.
Auch wenn man am Anfang ein bisschen braucht, um in die Geschichte hineinzukommen, lohnt es sich, denn Royal und Demi sind ein wunderbares Pärchen, denen das Leben einige Hürden in den Weg gestellt hat. Durch Zeitsprünge und Perspektivwechsel erfährt man nach und nach die Geschichte, die schon in der Kinderzeit der beiden begann.

Das Buch ist der Auftakt einer Reihe, von der bisher drei Titel erschienen sind. Genau das Richtige also, wenn man gern liest und auch liebgewonnene Charaktere über mehr als ein Buch verfolgen möchte.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Matt Haig: Die Mitternachtsbibliothek

Roman um die junge Frau Nora, die keinen Sinn mehr in ihrem unglücklichen Leben sieht. Bei dem Versuch, sich das Leben zu nehmen, gerät sie in die „Mitternachtsbibliothek“, einem einzigartigen Ort, an dem ihr Möglichkeiten, andere Lebenswege einzuschlagen, in Form von Büchern dargestellt werden und in die sie eintauchen kann. Welches dieser Leben wäre besser gewesen…? Ein originelles und optimistisches Buch.
{Empfohlen von Katharina Hukiewitz}

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Medientipps September

Galaxy, Jackson: Der Katzenflüsterer : für ein glückliches Katzenleben.

Nach dreißigjähriger Katzenerfahrung ist mir dieser Titel in der einschlägigen Literatur besonders positiv aufgefallen! Die reiche Erfahrung des langjährigen Tierpflegers J. Galaxy kann allen Katzenbesitzer*innen zugutekommen. Wir bekommen viele Tipps und verstehen daher das Verhalten unserer Vierbeiner viel besser. Sogenannte Problemkatzen werden vorgestellt und Tierhalter bekommen konkrete Hilfe, um den wilden Tiger in ein schnurrendes Fellchen zu verwandeln. Nach einer liebevollen korrekten Ohrenmassage verwandelt sich sogar unser „Wildkater“ Finni (nach der Hauptperson des Romans „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“) in ein zahmes Wesen.
{Empfohlen von Ursi Grevendieck}

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Poppy Anderson: Geheimzutat Liebe (Taste of Love ; Band 1)

Andrew Sott ist der neue Stern am Bostoner Kochhimmel. Doch eines Tages setzt er sich einfach ins Auto und fährt los. Er landet in einer Kleinstadt in Maine, in der Brooke Day ein kleines Restaurant führt. Sie nimmt ihn auf, ohne zu wissen, wer er ist. Allmählich kommen sie sich näher und machen das kleine Restaurant wieder bekannt. Nur was ist, wenn Andrew sein Leben aus Boston einholt? Kann ihm Brooke seine Lügen verzeihen? Und wird er zurückgehen oder in Maine bleiben?

Liebe geht durch den Magen, dieses Sprichwort kennt jeder. Hier wird dieses Sprichwort Realität, denn was ist besser als ein attraktiver Mann? Richtig, ein attraktiver Mann, der auch noch kochen kann. Witzige Dialoge, leckere Rezepte und die wahre Liebe, alles vereint in diesem Roman von Poppy Anderson. Und wer davon nicht genug bekommen kann, dieser Roman ist der Auftakt zu einer Reihe!
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Raya und der letzte Drache.

Das Land Kumandra wird von den bösen Druun bedroht und helfen können nur die Drachen. Leider sind diese schon seit 500 Jahren verschwunden. Raya, die tapfere Kriegerin, macht sich auf die Suche nach dem letzten Drachen - Sisu.
Ob sie Sisu findet und welche Abenteuer sie auf ihrem Weg, Kumandra zu retten, erlebt, dass müsst ihr euch schon selber anschauen!

Auch wenn dieser Film ganz untypisch für Disney ohne gesungene Lieder auskommt, ist es doch mal wieder ein tolles Erlebnis, nicht nur für die Kleinen unter den Disney-Fans. Ab 3 Jahre.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Claudia Kemfert: Mondays for Future : Freitag demonstrieren, Am Wochenende diskutieren, Ab Montag anpacken und umsetzen. 2020.

Die Uhr tickt: Bleiben unsere CO2-Emissionen konstant auf Stand heute, dann verfehlen wir in weniger als 8 Jahren unser Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 ° C zu beschränken – dann ist unser CO2-Konto leer. Auf https://www.mcc-berlin.net/forschung/co2-budget.html sehr sinnfällig abzulesen.

Claudia Kemfert, Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit, bringt die CO2-Uhr ins Spiel. In ihrem Buch „Mondays for Future“ spornt sie jede:n Einzelne:n von uns an: Tu was – fürs Klima (und eine gerechtere Welt). Klar, Politik und Wirtschaft sind global gefordert, aber jetzt wird das Engagement von allen gebraucht, ganz privat – in der Familie – im Freundeskreis – im kommunalen Umfeld. Anpacken ist die Devise. Mut machend, was die Wissenschaftlerin schreibt: Es lohnt sich, was zu tun.

Hier erfährt man nicht, wie man Energie ganz praktisch spart, nachhaltiger sich ernährt oder den Plastikmüll reduziert. Dafür lernt man aber umso mehr, die Beruhigungspillen derer zu verweigern, für die es keinen Klimawandel gibt. Und Grund zu resignieren („Was kann ich schon ausrichten?!“) gibt es nach der Lektüre des Buches auch nicht mehr. Ein Buch übrigens, das mit einer umfangreichen Quellenliste – zum Download im Netz – arbeitet. Hier wird nicht Meinungsmache betrieben, hier soll jede:r nachprüfen können, was gesagt wird. Das ist mal was wert!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Medientipps August

Martin Walker: Französisches Roulette : der dreizehnte Fall für Bruno Chef de police

Das muss ich demnächst probieren: eine französische Apfeltarte und oben drauf eine Scheibe Käse (Marke Cantal). So gönnt es sich Bruno, Polizeichef des fiktiven Perigord-Städtchens Saint-Denis. Ein Anschiss von oben, dazu Selbstzweifel an der eigenen Ermittlungsarbeit, das alles kann einem wahrlich den Schlaf rauben. Da muss man sich dann auch schon mal was Besonderes gönnen dürfen.
Zur Geschichte: Der alte Driant, Besitzer einer Schafsfarm, wird tot aufgefunden. Ursache Herzversagen? Zweifel kommen auf, als ein dubioser Versicherungsvertrag ans Tageslicht kommt. Mit diesem Vertrag werden Driants Kinder praktisch enterbt. Was als ein provinzieller Untersuchungsfall beginnt wächst sich bald zu einem Kriminalfall aus, in den sich die Pariser Sicherheitsbehörden einschalten. Ein spannender Krimi, dem es nicht nur um Action geht, sondern mehr noch um das, was das Leben so lebenswert macht: Empathie für Mensch und Tier, Interesse am Weltgeschehen (das uns nicht unberührt lassen sollte) und Offenheit für die einfachen Freuden des Alltags wie die Apfeltarte mit Käse oben drauf, das Zusammensein mit Freunden oder der Genuss eines Musikkonzertes, und sei es nur die Generalprobe.
Der britische Schriftsteller Martin Walker (Jahrgang 1947) lebt seit 1999 im Perigord. Er ist studierter Historiker (Tipp: Unbedingt „Schatten an der Wand“ lesen, ein Roman über die prähistorische Höhlenmalerei und mehr als das!) und arbeitete lange Zeit für den Guardian, unter anderem als politischer Journalist. Ebenso wie das politische Zeitgeschehen interessiert den Feinschmecker Walker gutes Essen: Er hat schon mehr als eine Auszeichnung im Kochbuch-Sektor erhalten. Bon appétit!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Linda Lael Miller: Flüstern der Sehnsucht (Montana Hope ; Band 1)

Als Shallie nach vielen Jahren wieder in ihre Heimat zurückkehrt, hat sie dafür zwei Gründe: Cord Hollister und ihre Mutter.
Cord hat ihr als Jugendliche mit einer Abweisung das Herz gebrochen, ihre Mutter hat sie mit zwei Jahren im Motel ihrer Tante zurückgelassen und ist seitdem verschwunden. Eigentlich beides keine Gründe, um zurückzukehren und alte Wunden wieder aufzureißen.
Aber Shallie möchte ihre Mutter finden und erhofft sich dafür Hilfe von ihrem Cousin, der mittlerweile das Motel seiner Eltern führt. Auch Cord soll ihr helfen, er ist Pferdeflüsterer und sie möchte bei ihm die Pferdetherapie erlernen. Sie ist über ihre Liebe zu ihm hinweg. Denkt sie…
Als sie Cord jedoch gegenübersteht, merken beide, dass die Liebe zu Pferden nicht alles ist, was sie verbindet.
Auch wenn hier natürlich einige Klischees bedient werden und so ziemlich schnell das Ende vorhersehbar ist, muss das ja nichts Schlechtes sein. Gerade wenn man im Urlaub ein bisschen entspannen und sich in andere Welten träumen möchte, so ist dieses Buch dafür bestens geeignet. Die Charaktere sind liebenswert und so freut man sich, dass dies der Beginn einer Trilogie ist, man den Figuren also wieder begegnen wird. Auch die Geschichte ist, wenn das Ende auch vorhersehbar ist, doch an einigen Punkten überraschend. Alles in allem ist es ein Buch, mit dem sich einige Stunden Corona und alles andere vergessen lassen.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Fisherman's friends / James Purefoy, Daniel Mays, David Hayman [und andere] ; Regie Chris Foggin DVD

Spätestens seit dem Erfolg des „Wellerman“ und Santiano wissen wir, dass die Shantys keineswegs „olle Kamellen“ sind, sondern immer noch aktuell und beliebt. Die Liebe der Menschen zur See, die Sehnsucht nach Freiheit und Weite, gerade in den Zeiten von Lockdowns und Reisebeschränkungen aktueller denn je. Man merkt, wie wichtig einem Sachen sind, wenn sie nicht mehr möglich sind.
In diesem Film kommen einige Aspekte zusammen: Die Natur Cornwalls, Shantys und eine Gemeinschaft, in der man sich aufeinander verlassen kann. Basierend auf einer wahren Geschichte, erzählt der Film die Geschichte von Musikmanager Danny, der aus einem Shanty-Chor aus Cornwall einen Welterfolg schaffen möchte. Doch während seiner Zeit mit den „Fisherman’s Friends“ merkt er, dass Erfolg nicht unbedingt das ist, was er vorher dafür hielt, und dass es wichtigere Dinge gibt als Geld.
Ein Film, der wie gemacht ist für Abende, an denen das Wetter nicht so einladend ist und man gern in eine andere Welt eintauchen möchte, der gute Laune macht und ein schönes Ende bereithält. Außerdem enthält der Soundtrack einige bekannte Melodien und Lieder, die man vielleicht noch nicht kannte.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Medientipps Juli

Wiebke von Carolsfeld: Das Haus in der Claremont Street

Der 9jährige Tom verliert auf brutale Weise seine Eltern. Danach weigert er sich zu sprechen.
Die Geschwister seiner Mutter leben eher distanziert nebeneinander, nur mit eigenen Problemen beschäftigt. Doch nun müssen sich Toms Tanten und sein Onkel zusammenraufen, um für Tom zu sorgen und ihm den Weg zurück ins Leben zu ermöglichen. Und tatsächlich gelingt es, die so unterschiedlichen Familienmitglieder wieder zusammenzuführen.
Der Roman erzählt eine sehr intensive Geschichte und verbreitet trotz des schweren Themas Zuversicht.
{Empfohlen von Elke Jinschek}

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Ken Follett: Kingsbridge: Der Morgen einer neuen Zeit

Wer kennt ihn nicht, den Bestsellerautor Ken Follett (Jahrgang 1949)!? Als Autor von Thrillern (mit dem Spionageroman „Die Nadel“ schaffte er 1978 seinen Durchbruch) wie von historischen Romanen („Die Säulen der Erde“ von 1986) hat er sich einen Namen gemacht. Was sympathisch ist: Seine historischen Romane sind nicht reine Fiktion, sie fußen – was das jeweilige Zeitbild betrifft – auf historischen Fakten.
Auch in seinem letzten Mittelalterroman „Kingsbridge“ spürt man das: Follett erzählt nicht nur eine dramatische Geschichte, er erklärt ganz nebenbei auch, wie die Menschen damals lebten, warum was wie geschah (zum Beispiel am Gerichtstag). Beim nächsten Burgen-Besuch mit den Kindern werden Ihnen als Mutter oder Vater die alten „toten“ Steine viel lebendiger erscheinen!
„Kingsbridge“ erzählt die Vorgeschichte zu „Die Säulen der Erde“. Sie ist um die Jahrtausendwende (997-1006) angesiedelt, Schauplätze sind die Normandie und das Königreich England. Nicht nur die Wikinger plündern in ungeahnter Brutalität den Süden Englands, auch die Herren von Shiring schrecken vor nichts zurück, um ihre Macht- und Geldinteressen durchzusetzen. Das ist harter Tobak, was da Schlag auf Schlag passiert. Aber machen wir uns nichts vor: Diese „Dark Ages“ sind nicht vergangen, auch heute leiden die Vielen noch unter den Machtspielen derer, die die Gewalt an sich gerissen haben. Im Roman gibt es dann doch noch ein Happy End, ein Glück!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Medientipps Juni

Igor Levit: Hauskonzert

Carl Hanser Verlag

Der Pianist Igor Levit zählt nicht nur zu den besten Pianisten seiner Generation, er meldet sich auch regelmäßig zu politischen Fragen zu Wort. Er engagiert sich für den Klimaschutz und erhebt seine Stimme gegen Rassimus, Antisemitismus sowie jede Form von Hass und Gewalt. Dafür erhielt er bereits Morddrohungen. Über die Klassik-Grenzen hinaus populär wurde er, als er während des ersten Corona-Lockdowns für Hunderttausende Hauskonzerte auf Twitter spielte. Für das vorliegende Buch begleitete der ZEIT-Journalist Florian Zinnecker Igor Levit ungefähr ein Jahr lang. Herausgekommen ist keine klassische Musikerbiografie, sondern ein sensibles, facettenreiches Porträt im Twitterstil von einem streitbaren Künstler, der sich nicht nur auf die Musik reduzieren lassen will. Sehr lesenswert.
{Empfohlen von Verena Funtenberger}

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Petra Fiedler: Das Gedichtbuch

Vincentz Network

Corona und Demenz: Wie kann man da helfen, wenn Kontakte reduziert werden, der demente Mensch mehr und mehr zu Hause bleiben muss, nicht in die Betreuungsgruppe gehen kann …? Mein Tipp: Videotelefonie mit Smartphone oder (Senioren-)Tablet. Und da einem dabei auch schon mal der Gesprächsstoff ausgeht: Auf die vielfältigen Ideen der Bücher zum Aktivieren von dementen Menschen zurückgreifen! Lach- und Rätselgeschichten, Gedichtbücher, Ideensammlungen zum sich Bewegen und Beschäftigen (am Telefon natürlich im Sitzen) - alles abgestimmt auf die Interessen und Fähigkeiten, die einem betagten Menschen mit Demenz noch zur Verfügung stehen. Wie viele schöne Telefonate entspinnen sich da, auch mancher Ausflug in die Ahnengeschichte! Eins meiner Lieblingsbücher: Petra Fiedler: Das Gedichtbuch aus der Reihe Woche für Woche aktivieren. In der Stadtbibliothek finden Sie solche Bücher unter dem Label „Aktivieren“ in der Medizinabteilung. Fragen Sie uns!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Medientipps Mai

Volker Kutscher: Olympia : der achte Rath-Roman

Sind Romane nur was für Schöngeister? Erst recht die Romane, die in die historische Klamottenkiste greifen? Wer „Olympia“, den 8. Gereon-Rath-Roman von Volker Kutscher liest, der kann nur antworten: Lies, ob Schöngeist oder nicht! Manchmal erkennt man in den Gereon-Rath-Romanen („Babylon Berlin“ für die Filmfreunde) die eine oder andere erschreckende Parallele zu unserer heutigen Zeit. In „Olympia“ bilden die Olympischen Spiele 1936 die Hintergrundkulisse einer heimtückischen Mordserie, mit der sich Oberkommissar Rath befassen muss. Die Nazis haben Deutschland fest im Griff. Das Diffamieren, Vertuschen, Drangsalieren und schließlich auch das Morden haben die Nazis zur Methode ihrer Politik perfektioniert. Vieles geschieht unter der Decke, nach außen möchte man sich der Völkerfamilie als Musterland präsentieren. Rath und seine Familie bekommen die hässliche Fratze dieses Landes zu spüren. Volker Kutscher, studierter Historiker, zeigt, wie es sich damals in Deutschland lebte. Seinen Romanen gehen aufwendige Recherchen voraus. Das politische Geschehen und das Leiden derer, die nicht mitmachen wollten, wird plastisch vor Augen geführt. Nie wieder so etwas!

  • Als Buch zu finden in unserem OPAC

Fried, Amelie: Ich bin hier bloß die Mutter

Carl Hanser Verlag

Mit Amelie Frieds wunderbarem Humor über eine fünf-köpfige Familie wird sich die eine oder andere Mutter sicherlich ab und zu in der Geschichte wiederfinden. Eine locker-flockige Story von Carla die versucht irgendwie ihren Alltag zu meistern. Von Kita-Platz finden über Turnbeutel suchen und verschwundenes Smartphones auftreiben ist eigentlich alles dabei.Gibt es die perfekte Mutter? Wir meinen jede Mutter ist perfekt!

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Twister

Ab 6 Jahren

Twister ist ein echter Klassiker den wohl alle kennen. Ein Spaß für klein und groß. Es ist einfach gehalten und bietet schnellen Runden für zwischendurch. Bewegung ist hier das A und O. Ein Spiel das auf dem Boden stattfindet. Was anfangs noch leicht geht ist schon nach wenigen Runden ein buntes Kuddelmuddel an Verknotungen. Ausprobieren lohnt sich!

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Rüdiger Bertram: Mega dumm gelaufen

Ueberreuter

Ab 9 Jahren

Ist bei euch auch schon mal was dumm gelaufen, also richtig mega dumm? Dann könnt ihr bestimmt verstehen wie es Alex und Kalle geht. Kalle hat den heiligsten aller heiligsten Schulpokale „ausgeliehen“ und zerstört. Jetzt muss es schnell gehen: der Pokal muss innerhalb der nächsten 24 Stunden ersetzt werden. Die beiden Jungs möchten sich gar nicht ausdenken, was passiert, wenn das Missgeschick auffliegt.
Nun ist guter Rat teuer. Und apropos teuer: Alex und Kalle haben nur drei Euro in der Tasche. Davon lässt sich wahrlich kein neuer Pokal kaufen. Da heißt es erfinderisch werden. Das ungleiche Duo versucht es mit einem Pokal aus dem 3D-Drucker der Bibliothek (Erfolg: eher mäßig), mit Geldverdienen mittels Hundesitting und Straßenmusik (absolutes Desaster) und helfen einer alten Oma beim Taschentragen. Ob sie am Ende einen würdigen Ersatz auftreiben können, lest ihr am besten selbst nach.
Die Comic-Geschichte „Mega dumm gelaufen“ von Rüdiger Bertram ist eine tolle Geschichte für zwischendurch. Die Dialoge sind herrlich schräg und die Zeichnungen von Horst Hellmeier ebenfalls grandios. Eine klare Empfehlung für alle ab 9 Jahren.

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Medientipps Dezember

Issa Watanabe: Flucht

München: Hanser

Eine meiner ganz großen Buch-Leidenschaften sind Bilderbücher: Witzige, ernste, lehrreiche, ausgefallene, mit liebevoll überbordenden oder minimalistisch auf das Wesentliche reduzierten, kunstvollen, künstlerischen Illustrationen, für Kinder wie auch für Erwachsene. Eines ist allen gemeinsam, sie berühren mich.
Eines dieser Bilderbücher ist der Titel "Flucht" von Issa Watanabe.
In berückend wie bedrückend schönen Bildern und in Form einer modernen Tierfabel kommt Issa Watanabe ohne Worte aus und man ist ganz einem Thema ausgeliefert, das uns alle immer noch angehen muss: Flucht, Vertreibung, Verlust, Leid und Tod von Menschen weltweit.
{Empfohlen von Elke Müller-Velten}

Maja Lunde: Die Geschichte des Wassers

München: btb

Wie sehr die Natur uns das Fürchten lehren kann, erleben wir in unseren Tagen: Trockenperioden, Stürme, Klimaerwärmung … Da macht einen die Geschichte, die die Norwegerin Maja Lunde erzählt, hellhörig. In ihrem Roman "Die Geschichte des Wassers" werden einem die Wunder und die Verletzlichkeit der Natur vor Augen geführt, aber man erlebt auch ihre Gewalt und Unerbittlichkeit. Ich gebe zu, ich bin noch mitten drin in der Romangeschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt: 2017 und 2041. 2017 erleben wir eine fast 70-jährige Umweltaktivistin aus Norwegen, die sich nicht damit abfinden kann, dass das Gletschereis in ihrer Heimatregion "abgetragen" wird, um andernorts als Edelwasser für Drinks betuchter Kunden vermarktet zu werden. 2041 verfolgen wir die leidvolle Geschichte eines Vaters und seiner Tochter, die wie so viele andere aus dem Süden Frankreichs vor Dürre und Feuer fliehen.
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

Peter Kersken: Tod an der Ruhr: historischer Kriminalroman

Köln: Emons

Ein paar Jahre zurück in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts setzt der erste der historischen Krimis von Peter Kersken an: "Tod an der Ruhr". Die Cholera wütet damals nicht nur im Ruhrgebiet. Das Industriezeitalter zeigt zudem allerorten, wie sich die Welt verändert. So auch in Sterkrade, damals noch kein Stadtteil von Oberhausen. Ein Hüttenarbeiter wird tot auf der Straße aufgefunden. Der Polizeidiener Martin Grottkamp ermittelt. Und schon ist man drin im Zeitgeschehen von damals – spannende Unterhaltung, zugleich ein lebendiges Zeitbild, das manche Parallele zu unserer heutigen Zeit aufweist. Lohnt sich.
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

Adalbert Stifter: Bergkristall und andere Meistererzählungen

Zürich: Diogenes.

Wer sich wie in alten Zeiten nach kälteren Tagen zur Weihnachtszeit sehnt, dem möchte ich noch eine Erzählung des österreichischen Schriftstellers Adalbert Stifter (1805-1868) nahe legen: "Bergkristall" heißt sie. Heiligabend früh gehen zwei Geschwisterkinder die Großmutter besuchen, die über den Berg weg lebt. Auf ihrem Rückweg werden die Kinder von einem Schneesturm überrascht und geraten in größte Not. Ich hatte diese Geschichte vor Jahren im Sommerurlaub in den Allgäuer Bergen gelesen und wollte von niemandem aus der Familie gestört werden. Eine ergreifende Geschichte!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

Louise Penny: Das Dorf in den roten Wäldern

Zürich: Kampa

Die kanadische Schriftstellerin Louise Penny beginnt mit diesem Buch eine Krimireihe mit Chief Inspector Gamache von der Sûreté du Québec, den seine Mordermittlungen auch in den nächsten Bänden immer wieder in das kleine Dorf Three Pines führen, gelegen mitten in den kanadischen Wäldern. Dort löst er nicht nur die Mordfälle, sondern schließt auch Freundschaft mit den teilweise schrulligen Dorfbewohnern, die hier, aus allen Teilen des Landes kommend, eine Heimat gefunden haben. Im ersten Band geht es um den Tod der pensionierten Lehrerin Jane Neal, verursacht durch den Pfeil einer Armbrust. Inspector Gamache gelingt es, die Fäden zusammenzuführen und Jane Neals Tod aufzuklären. Ein Krimi, in dem es eher beschaulich zugeht, wo mehr Wert auf die Motive der Beteiligten gelegt wird als auf die Schilderung eines brutalen Mordgeschehens. Am Ende möchte man gleich den nächsten Band lesen, um zu erfahren, wie es weitergeht mit Inspector Gamache und den Bewohnern von Three Pines.
{Empfohlen von Elke Jinschek}

Reisen kann man auch im Kopf!

Wir waren dieses Jahr ja alle eingeschränkt in unserer Reiseplanung — und werden es vielleicht auch im nächsten Jahr sein. Da kann mach Abhilfe schaffen! Folgen Sie Schriftstellern auf ihrem Weg zu europäischen Städten und Landstrichen und erfahren Sie etwas aus deren Leben: Thomas Mann und Lübeck, Fernando Pessao und Lissabon, Arthur Schnitzler und Wien sind ein paar der Reiseziele für Ihren Kopf.

  • Rainer Moritz: Zum See ging man zu Fuß: wo die Dichter wohnen. München: Knesebeck

Oder:

Reisen Sie zu Orten, die Sie aus Ihren Lieblingsbüchern kennen: Narnia, Mittelerde, Oz, Westeros, Hogwarts und viele weitere. Neben einer Karte entdecken Sie vielleicht Dinge und Orte, die Sie im Buch überlesen haben.

  • Cris F. Oliver: Atlas literarischer Orte: von Wunderland bis Mittelerde. München: Knesebeck

{Empfohlen von Birgit Sonnabend}

John Strelecky: Safari des Lebens

München: dtv

Ein junger Mann, namens Jack, erfüllt sich seinen Traum und reist nach Afrika. Dort wandert er mit einer alten, weisen Frau, genannt Ma Ma Gambe, durch das Land und lernt den Sinn des Lebens kennen. Am Ende ihrer gemeinsamen Reise mit spannenden Begegnungen, weiß Jack, dass er die Verwirklichung seiner Lebensträume nie mehr aus den Augen verlieren wird. "Safari des Lebens" berührt das Herz und kann sehr inspirierend auf seine Leser*innen wirken. Es ist voller Lebensweisheiten, die helfen, Vieles aus einer neuen Perspektive zu sehen.
Nichts passiert ohne Grund …
{Empfohlen von Nicola Schulte Bocholt}

Aloïs Guinut: Dress vintage like a Parisian. Der Style-Guide für einen nachhaltigen Kleiderschrank

München: Prestel

Nachhaltigkeit beginnt im Kleiderschrank: Die Pariser Stilexpertin Aloïs Guinut erklärt in ihrem Ratgeber, wie sich bewusster Konsum und Stil gut verbinden lassen. Anhand praktischer Anleitungen und Beispiele erfährt man, wie man den Kleiderschrank ausmistet und auf das Wesentliche reduziert, wie man herausfindet, was einem steht und zu einem passt und wo man die besten Vintage- und Second-Hand-Stücke findet und sie mit zeitlosen Klassikern kombiniert. Viele Infos zu Themen wie Kleiderpflege, Kleidertausch, Stoffe, Materialien und Upcycling runden dieses inspirierende Buch ab.
Eine spannende Lektüre für alle, die noch im alten Jahr überflüssigen Kleiderballast loswerden möchten. Auch für den Gabentisch geeignet.
{Empfohlen von Annette Lindner}

Zack Scott: Wolkenkratzer. Die höchsten Gebäude der Welt

München : Droemer

Das perfekte Weihnachtsgeschenk für Architekturbegeisterte! Zack Scott macht die Baugeschichte von Wolkenkratzern in bestechenden Grafiken und raffinierten Illustrationen sichtbar. Eine Hommage in Bildern an die tollkühne Baukunst und die ingenieurstechnischen Höchstleistungen von Manhattans Skyline bis zu den XXL-Bauwerken in Dubai und Singapur.
{Empfohlen von Verena Funtenberger}

Xavier Tapies: Bansky, Provokation

Zürich: Midas Collection

Es begann Anfang 2000: Die ersten Werke erschienen über Nacht an Hauswänden in Bristol. Bald folgten Graffitis in London und Los Angeles, dann in Berlin, Paris, und Jerusalem. Doch wer ist Banksy? Ein einzelner Mensch oder doch eine Künstlergruppe? Dass seine Graffitis wie von Geisterhand über Nacht in den Metropolen der Welt erscheinen und auch wieder verschwinden, ist genauso Teil seiner Kunst wie seine Anonymität. Banksys Urban Art ist durch und durch politisch. Er ist ein Provokateur, der durch gesellschaftskritische Statements im öffentlichen Raum auf Missstände aufmerksam macht. Mit diesem Bildband können Sie die Bandbreite seines Werks und die Wucht seiner Botschaften entdecken!
{Empfohlen von Verena Funtenberger}

Sophy Roberts: Sibiriens vergessene Klaviere

Wien: Paul Zsolnay

Sibirien, das ist unerbittliche Kälte und enorme Weite. Welche Rolle ausgerechnet hier Klaviere als Symbol europäischer Kultur spielen, zeigt die Britin Sophy Roberts auf ihrer extravaganten Spurensuche. Dabei gelingt es ihr nicht nur, zahlreiche einst berühmte Instrumente zwischen dem Ural und der Insel Sachalin ausfindig zu machen, sondern auch ihre Geschichten zu rekonstruieren: von der Pianomanie der Zarenzeit bis zur Leidenschaft des Lotsen der Aeroflot, von der sowjetischen Manufaktur "Roter Oktober" bis zu einer jungen mongolischen Pianistin, die in ihrer Jurte Bach spielt. Eine Liebeserklärung an eine außergewöhnliche Landschaft und an die Kraft der Musik.
{Empfohlen von Verena Funtenberger}

Franz Welser-Möst: Als ich die Stille fand. Ein Plädoyer gegen den Lärm der Welt

Wien: Brandstätter

Lesenswerte Autobiografie, gerade zur Corona- und Weihnachtszeit! Bei einem schweren Autounfall erlebte der österreichische Dirigent Franz Welser-Möst erstmals den Klang der Stille, die für ihn der Schlüssel zur Musik wurde. Offen erzählt er von den Hochs und Tiefs in seinem Leben, die seinen künstlerischen Weg geprägt haben. Dabei blickt er kritisch hinter die Kulissen des Musikmarktes, beleuchtet den Zusammenhang zwischen Spaßgesellschaft und dem Lärm der Zeit und wirbt leidenschaftlich dafür, die Musik als überzeugende Alternative gegen diesen Lärm zu entdecken. Eingeschoben sind vier "Wanderungen": Betrachtungen über Meditation, Natur, Geist und Ewigkeit der Stille. Geschrieben während des ersten kompletten Lockdowns in Österreich, wünscht sich der Autor, dass auch nach "Corona" ein Bewusstsein für die Stille bestehen bleibt.
{Empfohlen von Verena Funtenberger}

Eleonore Büning: Warum geht der Dirigent so oft zum Friseur? Antworten auf die großen und kleinen Fragen der Musik

München: Benevento

Was hat das hohe C, was das hohe D nicht hat? Warum heißt die Ukulele Ukulele? Wozu gibt es Pausen in der Musik? In ihrem neuen Buch versammelt die renommierte Musikkritikerin Eleonore Büning 60 ihrer besten Kolumnen aus der FAZ, in der sie Fragen über Musik beantwortet hat. Diese sind nicht nur mit großem Vergnügen zu lesen, sondern verschaffen einen überaus kenntnisreichen Zugang zur Klassik wie zur Popmusik, für Einsteiger wie für Liebhaber. Egal, ob es bei den Fragen um den richtigen Zeitpunkt des Klatschens geht oder um die Melancholie des Walzers: Die Texte sind immer unterhaltsam.
{Empfohlen von Verena Funtenberger}