Medientipp

Medientipps Juni 2023

Als der junge Will unerwartet durch einen grausamen Mordanschlag seine Mutter verliert, wird er von den mysteriösen so genannten Kämpfern des Lichts gerettet. Diese offenbaren ihm das Geheimnis, dass sie noch immer an der alten Magie festhalten, die bei den meisten Menschen in Vergessenheit geraten ist, die ihnen aber dabei helfen kann die Rückkehr des gefürchteten Dunklen Königs abzuwenden. Ausgerechnet Will soll dabei der Auserwählte im Kampf gegen die Dunklen Mächte sein. Als er dann auch noch James St. Clair, seinen Gegenspieler und den General des Dunklen Königs kennenlernt, geraten alle Steine ins Rollen…
Mit dem ersten Band der geplanten „Dark Rise“-Trilogie gelingt es der Autorin C. S. Pacat eine spannende Geschichte mit packenden Fantasy-Elementen und zweier Schicksale, die auf wundersame Weise miteinander verbunden sind, zu kombinieren und ihren Leser von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann zu ziehen. Reinlesen lohnt sich!
{Empfohlen von Tilman Schröder}

Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr

10 Personen, eine einsame Insel und ein mörderisches Spiel.
Für ein Wochenende werden 10 Personen von einem Unbekannten auf eine Insel in Devon eingeladen. Während der Gastgeber sich entschuldigen lässt, genießen die Gäste ihren Aufenthalt. Das ändert sich jedoch schlagartig, als eine Schallplatte den Anwesenden mit Vergeltung droht. Eine mysteriöse Stimme behauptet, dass jeder der Anwesenden sich des Mordes schuldig gemacht hat, ohne je dafür bestraft worden zu sein. Alle halten dies für einen makabren Scherz, bis einer der Gäste plötzlich stirbt. Schnell wird klar: der Mörder befindet sich unter ihnen. Ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel beginnt…
Nicht umsonst ist „Und dann gabs keines mehr“ der meistverkaufte Kriminalroman aller Zeiten. Christie schafft es auch ohne ihre beliebten Figuren Hercule Poirot und Miss Marple einen Roman zu erschaffen, der von der Ersten bis zur letzten Seite spannend bleibt.
{Empfohlen von Svenja Naßmacher}

Medientipps Mai 2023

Sarah Jollien-Fardel: Lieblingstochter – Sa préférée

In den Walliser Bergen quält ein Mann seine Familie. Er schlägt seine Frau, erniedrigt seine Töchter, schlägt sie mal mehr, mal weniger, immer dann wenn es ihm danach ist. Die beiden Mädchen wachsen mit einem wahrhaftigen Monster auf und Gewalt gehört zu ihrer Kindheit dazu. Angesichts dieser Umstände ist es nicht einfach im Erwachsenenleben die Vergangenheit ruhen zu lassen und sich aufzubauen. Jeanne, die Hauptfigur und Erzählerin der Geschichte, versucht es jedoch. Der Missbrauch, der sich in ihren Körper und ihren Geist eingeprägt hat, beeinträchtigt dennoch ihre Beziehung zu anderen Menschen und ihr beschädigtes Männerbild treibt sie in Abenteuer mit Frauen, bis sie Paul kennenlernt, der den Anfang eines Lebensimpulses weckt.
„Lieblingstochter“ ist ein mitreißendes Buch mit einem einfühlsamen Porträt einer zerbrochenen Frau, die nach einer sehr schweren Kindheit auf der Suche nach sich selbst ist. Ist es möglich zu vergeben? Muss man es tun? Es ist auch ein Buch über seine Wurzeln und die Anziehungskraft, die sie in jedem Alter auf einen ausüben.
In diesem Roman wird nicht lange herumgeredet. Die Autorin erzählt in einem eindringlichen Schreibstil und mit sehr viel Liebe zu ihrem Heimatkanton Wallis, das Wesentliche. Ein aufwühlendes Buch, das niemanden unberührt lässt.
{Empfohlen von Julia Bravermann}

Karl Schütz: Vermeer, das vollständige Werk

Johannes Vermeer (1632–1675) hat der Nachwelt nur wenige Werke hinterlassen, ganze 35 werden ihm zugeschrieben, und doch ist er der unumstrittene Star der niederländischen Malerei. Seine „niederländische Mona Lisa“, das ebenso hinreißende wie rätselhafte „meisje met de parel“ - das Mädchen mit dem Perlenohrring - ist eines der bekanntesten Gemälde der Welt.
Dieses Gesamtverzeichnis ermöglicht es nun dank unübertroffener Reproduktionen und zahlreicher Ausschnittvergrößerungen, Vermeers technisch brillianten Bilder, die Züge fotografischer Abbildhaftigkeit zeigen, im Detail zu studieren. Anschaulich auf drei Ausklappseiten wird sein atmosphärisch reichhaltiges Repertoire häuslicher Tätigkeiten dargestellt: vom Briefeschreiben übers Musizieren bis hin zu Vorbereitungen in der Küche. Zahlreiche Details heben die überragende Fähigkeit des Künstlers hervor, sowohl die Trends und Moden des Goldenen Zeitalters der Niederlande festzuhalten als auch eine komplette Geschichte in nur einer flüchtigen Geste, Miene oder Erscheinung zu erzählen. Die Essays zeichnen die Lebenswelt und die Vita Vermeers im „Goldenen Zeitalter“ der Niederlande nach, entschlüsseln seine Bildsprache und setzen sie in den Kontext der Malerei seiner Zeit.
{Empfohlen von Annette Lindner}

Medientipps April 2023

Olivie Blake: The Atlas Six – Wissen ist tödlich

Seit Jahrtausenden schon ranken sich Mythen um die Existenz und den letztlichen Untergang der legendären Bibliothek von Alexandria. Nun machen sechs talentierte Schüler der Magie eine besondere Entdeckung. Die Bibliothek ist nämlich niemals untergegangen, sondern existiert bis heute im Verborgenen und bewahrt die Geheimnisse der Menschheit. Die Physiomagierin Libby, sowie ihr jahrelang verhasster Mitschüler Nico, die Telepathin Parisa, der Empath Callum, die Naturmagierin Reina und zuletzt Tristan, der jede Illusion durchschauen kann, stehen nun vor einer gefährlichen Herausforderung. Denn nur fünf von sechs Talenten können am Ende überleben…
Der Debutroman der jungen Autorin Olivie Blake schafft es, mit sechs sehr verschiedenen Persönlichkeiten und einer spannenden Geschichte um einen längst in verloren geglaubten Ort, seine Leser zu unterhalten.
{Empfohlen von Tilmann Schröder}

S. A. Sidor: Das letzte Ritual

Die passend zu den kooperativen Brettspielen erscheinenden Romane der Reihe „Arkham Horror“ sind nicht nur für die Fans der Brettspiele oder Lovecraft-Liebhaber geeignet.
Das letzte Ritual ist der erste Band aus der Reihe „Arkham Horror“.
Alden Oakes ist Maler – und der einzige Überlebende eines verheerenden Hotelbrandes. In dieser Geschichte erfahren wir, welche merkwürdigen Ereignisse in Arkham zu diesem Hotelbrand führten.
Alles beginnt mit einer Einladung an Alden Oakes, sich der geheimnisvollen Kunstkommune „Die Kolonie“ anzuschließen. Als sich ein spanischer Surrealist der Kommune ebenfalls anschließt, geraten alle Künstler schnell in den Bann des charmanten Surrealisten. Dieser kann Illusionen heraufbeschwören, die die Grenzen zwischen Alptraum und Realität verwischen – doch was steckt wirklich hinter diesen Illusionen? Sind diese nur schöner Schein oder verfolgt der Surrealist ein höheres und gefährlicheres Ziel? Alden Oakes weiß, dass er handeln muss, um sich und auch Arkham zu retten.
{Empfohlen von Kim Lara Kubis}

Medientipps März 2023

Torsten Sträter: Du kannst alles lassen, du musst es nur wollen

Das neue Werk des Kabarettisten und Slam Poeten Torsten Sträter handelt von seinen Texten der letzten 3 Jahre, darunter bekannte aber auch neue Geschichten. In typischem Sträterstil sind die Nummern kurzweilig, voller Humor und Ironie, manchmal böse, aber nie beleidigend. Bei dem Buch verspricht das Cover, was drin ist – ein unterhaltsames Leservergnügen.
{Empfohlen von Nadine Gayk}

Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann

Zugegeben: Diese Romanempfehlung wird für viele ein alter Hut sein. Für die eine oder den anderen (wie mich) vielleicht eine wunderbare Entdeckung, zumal der Roman Ende 2022 auf die Kinoleinwand gekommen ist.

Zur Geschichte: Ein Dorf im Westerwald. Dort spielt alles verrückt, sobald sich herumgesprochen hat, dass Oma Selma in der Nacht wieder mal von einem Okapi geträumt hat. Denn dann glaubt fast jedermann: Nächsten Tags wird jemand im Dorf sterben. Unruhe macht sich breit, die Leute gehen geduckt, manche möchten vorsorglich noch letzte Dinge in Ordnung bringen. Und dann, nicht 24 Stunden nach Selmas Traum, nein, nach mehr als 27 Stunden trifft es Martin, einen Schuljungen – Luises besten Freund. Zeitsprung: 12 Jahre später, Ort Westerwald. Luise, Oma Selmas Enkelin, hat sich in einen buddhistischen Mönch verliebt. Frederik heißt er. Kam zu Einkehrtagen in die Gegend, stolperte Luise bei der Suche nach ihres Vaters ausgebüxtem Hund über den Weg. Luises Problem: Frederik kehrt in sein Kloster nach Japan zurück, nicht gerade um die Ecke ist das.

Es entspannt sich eine Liebesgeschichte, die mit viel Witz und Humor daherkommt. Und Humor ist bekanntlich das, wenn man trotzdem lacht. Auch wenn es nicht glatt läuft, das Leben einen beutelt, Leute um einen herum einem auf die Nerven gehen. In diesem Westerwälder Dorf versteht man es aber anscheinend besser als andernorts, sich den Widrigkeiten des Lebens zu stellen, sich zusammenzuraufen, aufeinander Rücksicht zu nehmen und trotzdem den eigenen Weg zu gehen. So ist es eigentlich nicht eine „Liebes“-Geschichte, sondern es sind ganz viele. Mit urkomischen Leuten, skurrilen Ideen und schlagfertigen Dialogen: ein Lesespaß!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

Anthony Doerr: Wolkenkuckucksland

Was für ein Roman ist das? Ein Roman über die Wirkkraft des geschriebenen Wortes? Über die Notwendigkeit oder gar die Pflicht, sich gut zu informieren und dabei die Spreu vom Weizen zu trennen? Über das Leid, das der Mensch in seinem gedankenlosen Streben nach Macht und Wohlstand seinen Mitmenschen und der Natur zufügt?
Der Roman kreist um ein antikes Schriftstück, das von der leidvollen Odyssee eines Glücksuchers erzählt. So alt das Schriftstück, so bruchstückhaft sind seine geretteten Teile. Die Übersetzung ist schwierig, die Geschichte - „Wolkenkuckucksland“ der Titel - führt in eine mythisch anmutende bizarre Traumwelt. Und doch wird der Text Menschen in ihren Zeitläufen zu einem Trost in ihrer Not und zu einer Inspiration, um ein klein wenig Welt besser zu machen.
Ob es nun die junge Anna ist - Konstantinopel 1452/53 -, die mit der Wolkenkuckucksgeschichte ihrer sterbenskranken Schwester ein wenig Licht ins Dunkel bringt. Oder Zeno (Idaho/USA 2019/20), alt gewordener Veteran des Korea-Krieges, der den alten Text mit Kindern in den Räumen der Stadtbibliothek Lakeport zur Aufführung bringen will. Schließlich der Zeitsprung in die Zukunft: Die Erde, scheinbar unbewohnbar geworden; Konstance ist die letzte Überlebende der Argos-Raumschiff-Expedition. Sie kommt bei ihren Recherchen in der digitalen Bibliothek des Raumschiffs einem gigantischen Betrug auf die Schliche. Auch hier spielt das alte Schriftstück eine Rolle und obendrein ein fanatisierter Öko-Aktivist, der seine Taten bereut.
Ein komplexes Buch, sicher. Rätselhaft und einnehmend zugleich. Auch eine Aufforderung, sich mit Literatur zu befassen und so einen Blick hinter die Kulissen zu erhalten.
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

Medientipps Februar 2023

Matze Hielscher: Die Akademie meines Lebens

In seinem Podcast „Hotel Matze“ lernte der Autor in den letzten Jahren Leute kennen, die ihm den „Mensch als verdammt kompliziertes Wesen“ nähergebracht haben. Diese Lebensgeschichten von bekannten Personen dürfen wir in seinem neuen Buch „Die Akademie meines Lebens“ entdecken. In einzelnen Portraits stellt Matze Hielscher seine Hotelgäste vor, gibt Einblicke in deren Leben und die geführten Gespräche. Es wird über die Welt, das Leben, Kunst, Natur und einfach alles gesprochen, was jeden von uns bewegt. Ein sehr interessantes Buch, das man immer mal wieder zur Hand nehmen kann.
{Empfohlen von Nadine Gayk}

  • Als Buch zu finden in unserem Katalog

Tamzin Merchant: Die Gilde der Hutmacher – Geheimnisse aus Stoff und Seide

Die junge Cordelia Hatmaker stammt – wie ihr Name schon sagt – aus einer Familie von angesehenen und begabten Hutmachern, deren Handwerk die ganze Stadt gerne in Anspruch nimmt. Doch eines Tages passiert etwas Furchtbares: Cordelias Vater, der auf der Suche nach besonderen Kleidungsstücken war, ist nicht nach Hause zurückgekehrt und gilt nun als verschollen. Während Cordelia sich umgehend ans Werk macht um ihren geliebten Vater wiederzufinden, gerät das Land auch wegen etwas anderem in Unruhe, denn irgendjemand Unbekanntes scheint die wunderbare Magie der Hüte für dunkle Zwecke zu verwenden…

Dieses Buch ist eins der vielen Beispiele dafür, dass es sich in jedem Alter noch lohnt Jugendliteratur auszuprobieren. Durch ein ansprechendes Setting, dem Thema Handwerkskunst mit Magie kombiniert und eine sympathische junge Protagonistin schafft es Autorin Tamzin Merchant nicht nur junge Leser zu begeistern. Zudem enthält das Buch als Ergänzung zum Text auch noch schöne Schwarz-Weiß-Illustrationen.
Empfohlen ab 10 Jahren.
{Empfohlen von Tilman Schroeder}

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Megumi Iwasa: Viele Grüße, deine Giraffe

Giraffe hat in der Savanne ganz schön Langeweile, da trifft es sich gut, dass Pelikan einen Postservice neu eröffnet hat. Giraffe beschließt einen Brief zu schreiben, den Pelikan an das erste Tier hinter dem Horizont zustellen soll. Dieser Brief erreicht Pinguin, der am Kap der Wale lebt und gleich dem unbekannten Tier namens Giraffe zurückschreibt. So entsteht eine Brieffreundschaft zwischen den beiden. Sehnsüchtig wartet Giraffe auf jeden Antwortbrief, so sind die Tage plötzlich gar nicht mehr so langweilig. Eines Tages beschließt Giraffe, Pinguin einen Besuch abzustatten und will sich als Überraschung als Pinguin verkleiden. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn man einander noch nie gesehen hat!
Für mich bei jedem Lesen immer wieder eine zauberhafte Geschichte, die bestimmt auch erwachsenen Leser*innen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.
Nicht umsonst mit dem Jugendliteraturpreis in der Kategorie Kinderbuch ausgezeichnet.
Zum Vorlesen und Selberlesen geeignet ab etwa 5 Jahren.
{Empfohlen von Barbara Gruttmann}

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Medientipps Januar 2023

Pierric Bailly: Le roman de Jim

Pierric Bailly begleitet in Le Roman de Jim den Erzähler Aymeric über gut dreißig Jahre hinweg von seiner Jugend bis hin zu seinem Erwachsenenleben, in dem er nicht aufhört, seinen Platz zu suchen. Das zentrale Thema der Vaterschaft ist dabei in diesem gefühlvollen Roman mit starken Charakteren in die natürliche Kulisse des französischen Jura, der Heimat des Autors, eingebettet.

Aymeric ist nicht der Vater von Jim. Er lernte die 15 Jahre ältere Florence, die Mutter, kennen, als sie im sechsten Monat schwanger war, und lebte einige Jahre mit ihr. Er war bei der Geburt von Jim dabei und spielte die Rolle des Vaters, wobei er sehr an dem Kind hing und sie eine wundervolle Beziehung zueinander aufbauten. Durch eine schreckliche Wendung des Schicksals kommt der echte Vater jedoch eines Tages zurück, und allmählich wird Aymeric von Florence aus Jims Leben komplett verbannt. Erst Jahre später nimmt ihre mit Lügen behaftete Beziehung wieder Fahrt auf, bis die große, finale Aufklärung folgt.

Es ist ein fesselnder Roman, den man in einem Rutsch durchliest. Die Geschichte ist sowohl bewegend als auch spannend und entwickelt sich nach und nach, ohne jegliche Pause. Man möchte immer wissen, wie es weitergeht. Es geht mehr um Gefühle und Lügen, die geschickt und voller Menschlichkeit erzählt werden, als um Ereignisse. Der Erzähler ist vor allem aufrichtig und versucht nicht, das Erzählte zu beschönigen oder Pathos zu verbreiten, was durchaus möglich gewesen wäre. Dabei wird auch die soziale Dimension nicht vernachlässigt. Es werden die befristeten Arbeitsverträge, die man aneinanderreiht, und die Entwicklung des ländlichen Raums in einer Art und Weise thematisiert, dass man zwar viele Informationen erhält, es sich aber sehr leicht lesen lässt. Die Figur des Erzählers ist mit dem Wunsch, das Richtige zu tun, und einer Mischung aus Subtilität und Ungeschicklichkeit, außergewöhnlich. Ein wunderbarer und empfehlenswerter Roman voller Feingefühl.
{Empfohlen von Julia Braverman}

  • Als Buch in der französischen Originalausgabe zu finden in unserem Katalog

Neil MacGregor: Deutschland: Erinnerungen einer Nation. 2015.

Wir leben in Deutschland und wissen oft so wenig über „unser“ Land und seine Geschichte. Wer von uns Babyboomern hat sich nicht beschämt weggeduckt angesichts der Verbrechen und Gräuel, die in der Nazi-Zeit so unendliches Leid gebracht hatten. In „Deutschland: Erinnerungen einer Nation“ zeigt Neil MacGregor, britischer Kunsthistoriker (*1946), auch die anderen Facetten deutscher Geschichte. Er führt uns anhand beispielhafter Kunst- und Kulturgüter in die Zeitläufe unserer Vorfahren ein, führt Ideen und politische Geschehnisse, die die Menschen bewegten, lebendig vor Augen. Woher hat Kreuzberg in Berlin seinen Namen? Was machte sich zu DDR-Zeiten im Volksmund rasch als „Rache des Papstes“ einen Namen? Wer kennt die zwei so gegensätzlichen Seiten des Münchener „Triumphbogens“, genannt das Siegestor? Was stand dahinter, als der bayerische Kronprinz Ludwig 1807 begann, die Portraitbüsten großer Gestalten deutscher Sprache in Auftrag zu geben? Ein interessantes Geschichtsbuch, das zu lesen Spaß macht und manchen Aha-Effekt bereithält.
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

  • Als Buch zu finden in unserem Katalog

Matt Haig: Mach mal halblang

Im Stil eines Notizbuches schreibt der Autor in seinem Werk über das heutige Leben im digitalen Zeitalter, berichtet von seinen eigenen Erfahrungen und Ängsten. Matt Haig selbst leidet unter Depressionen und gibt dem Leser viel Stoff zum Nachdenken mit auf den Weg. Das Buch ist mit einer gehörigen Portion Humor gewürzt und macht Spaß. Bei uns als gedruckte Version oder Hörbuch vorhanden.
{Empfohlen von Nadine Gayk}

  • Als Buch zu finden in unserem Katalog
  • Als Hörbuch zu finden in unserem Katalog

Medientipps Dezember 2022

Stadt Land Vollpfosten, Intelligenz ist relativ: das Kartenspiel. 2019.

Ein sehr unterhaltsames, schnelles Kartenspiel für Jung und Alt.
Jeder Mitspieler erhält 8 Buchstabenkarten. Wer zuerst alle seine Karten los ist, gewinnt. Bei dem Spiel heißt es schnell sein! Es wird eine Kategorie vorgelesen und jeder Mitspieler muss so zügig wie möglich einen passenden Begriff mit dem Anfangsbuchstaben seiner Karte ablegen. Wer zuerst ablegt und das Wort dabei sagt, gewinnt die Runde.
Ein schöne Abwechslung, nicht nur an den Weihnachtstagen. Ab 12 Jahren. - Für 3 bis 6 Spieler.
{Empfohlen von Nicole Becker}

  • Das Spiel zu finden in unserem Katalog

Conni feiert Weihnachten

In dem beliebten Kinderklassiker geht es um alles, was die Adventszeit hergibt… selbstgebastelter Weihnachtsschmuck, der Besuch des Weihnachtsmarkts und die alljährliche Frage – gibt es den Weihnachtsmann wirklich? Ein Lesespaß, der in der Vorweihnachtszeit mit Kindern nicht fehlen darf. Auch als Hörspiel bei uns entleihbar.
{Empfohlen von Nadine Gayk}

  • Als Buch und Hörspiel zu finden in unserem Katalog

Julie Falatko und Gabriel Alborozo: Ein Buch für dich. 2022.

Kauz Zaunpfahl im Eichenwald fühlt sich sehr gestört durch den Zuzug einiger kinderreicher Waldtierfamilien. Erbost bestellt er in der Buchhandlung Kieferstübchen Titel zu den Themen „Wie man einen hohen Zaun baut“ und „So werden sie aufdringliche Nachbarskinder los“. Solche Titel hat Buchhändlerin Eichhörnchen nicht zu bieten. Sie empfiehlt stattdessen: „Bastelideen für Kinder, während man ein Nickerchen auf dem Sofa hält“, „50 fantasievolle Kekse und Kuchen“ und „Teezeit ist Entspannungszeit“. Mit Erfolg! Kauz Zaunpfahl und die Tierkinder werden beste Freunde.
Humorvolles, wunderschön illustriertes Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahren.
{Empfohlen von Kerstin Heitkamp}

  • Als Buch zu finden in unserem Katalog

My Christmas Time : neue Kompositionen und freie Bearbeitungen traditioneller Weihnachtslieder für Klavier solo : (2021) / Martin Stadtfeld. 2021.

Für eine stimmungsvoll-pianistische Weihnachtszeit empfehlen wir „My Christmas Time“ von Martin Stadtfeld. Im Lockdown 2020 komponierte der in Herne lebende Pianist kleine musikalische Grüße und brachte sie anschließend auf CD sowie als Notenalbum heraus.
Diese Sammlung umfasst dabei weit mehr als die üblichen Begleitsätze zu bekannten Klassikern fürs Singen unterm Weihnachtsbaum. Im ersten Teil finden sich elf Impressionen, die unter Titeln wie „Wunschzettel“ oder „Nachdenken“ Eindrücke aus der Vorweihnachtszeit heraufbeschwören. Der zweite Teil besteht aus Transkriptionen europäischer Weihnachtslieder, kunstvoll variiert und damit eine willkommene Abwechslung in der üblichen Weihnachtsakustik. Bei geübteren Hobbypianist*innen eignen sich die insgesamt 18 Nummern sogar beinahe als Adventskalender… Fragen Sie auch nach der CD zu diesen Noten, sie wird ebenfalls von der Bibliothek angeschafft.
{Empfohlen von Kristina Pott}

  • Als Notenausgabe zu finden in unserem Katalog

Boris Nikolai Konrad: Mehr Platz im Gehirn: Entspannt mit der Informationsflut, Lernherausforderungen und dem modernen Leben umgehen. 2022.

„Schlümpfe bei Nacht lieben süßen Brei“. Das ist nicht aus einer Fantasy-Geschichte, sondern eine PIN, die ich mir merken will: 5 (der Schlumpf), 8 (die Nacht), 7 (lieben), 3 (der Brei). Dieses Bilder-„Reim-Alphabet“ für Zahlen hilft mir enorm. Ich habe es aus dem Buch „Mehr Platz im Gehirn: Entspannt mit der Informationsflut, Lernherausforderungen und dem modernen Leben umgehen“ von Boris Nikolai Konrad. Natürlich habe ich mir das Buch ausgeliehen, aber ich lasse es mir demnächst schenken. Ein sehr kurzweiliges Buch, das mit vielen Infos, Tipps und – Hilfe! – praktischen Übungen dem Gedächtnis auf die Sprünge hilft.
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

  • Als Buch zu finden in unserem Katalog

Maja Göpel: Unsere Welt neu denken: eine Einladung. 2020.

Wir leben in unruhigen Zeiten: Pandemie, Krieg, Klimawandel, Flüchtlingswellen, Schere zwischen Arm und Reich – „längst hat sich ein Gefühl von Zeitenwechsel in unsere Wahrnehmung von der Welt eingeschlichen. Unsere Gegenwart wirkt zerbrechlich, während unsere Zukunft unaufhaltsam auf jene Szenarien zuzulaufen scheint, die wir aus Weltuntergangsfilmen kennen.“ Dies schreibt Maja Göpel in ihrem Buch „Unsere Welt neu denken: eine Einladung“. „Was aber, wenn wir Hebel fänden, mit denen wir mehrere Probleme gleichzeitig angehen könnten? Hebel, die zwar viele Gewissheiten in Frage stellen, es uns aber erlauben, … proaktiv eine wünschenswerte Zukunft zu gestalten?“ Ein Buch, das – ohne langweilig zu sein – viele Studien, Experimente und Theorien zitiert und Mut macht, sich denen entgegenzustellen, die – vielleicht aus purer Resignation – nur ein „Weitermachen wie bisher“ kennen.
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

  • Als Buch zu finden in unserem Katalog

Medientipps November 2022

Marvel Enzyklopädie / mit einer Einführung von Stan Lee. 2021.

Als Marvel-Fan darf man sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Über 1200 Charaktere werden in reich illustrierten Porträts mit Eckdaten zu Hintergrundstorys, ersten Auftritten, Kräften und vielem mehr vorgestellt. Neben den bekannten Charakteren Spiderman, Iron-Man, Captain Amerika wird man sehr wahrscheinlich auch viele Nebencharaktere finden, die man bisher nicht kennt. Nicht nur für Kinder etwas, sondern auch für Erwachsene, die ihre Kindheitshelden wiederaufleben lassen möchten. Stöbern Sie ruhig einmal durch.
{Empfohlen von Katrin Volkenandt}

  • Als Buch zu finden in unserem Katalog

Deutschland 151 : [Porträt eines bekannten Landes in 151 Momentaufnahmen] / Marcus S. Kleiner. 2021.

Wie tickt Deutschland? Was macht die Nation aus?

Marcus S. Kleiner, Professor für Kommunikations- und Medienwissenschaft, nennt in seinem Buch 151 Begriffe, die er mit den Deutschen und Deutschland verknüpft.
„Bier“ und „Oktoberfest“ werden selbstverständlich genannt, aber würde man nicht auch gerne etwas über das Verhältnis der Deutschen zur „Funktionsbekleidung“ und „Vokuhila“ wissen? Auf jeweils einer Doppelseite in Text/Foto-Kombination werden Klischees und Mentalität auf unterhaltsame Art beleuchtet und interessante Fakten tragen dazu bei, dass man bei dem kurzweilig geschriebenen Buch sich gerne mit anderen über den Inhalt austauschen bzw. diskutieren möchte.
…und manchmal kann man einfach nur staunen oder über sich selbst lachen!
{Empfohlen von Silke von der Stein}

  • Als Buch zu finden in unserem Katalog
  • Als e-Book zu finden in unserer Onleihe

Yuriy Gurzhy: Richard Wagner & die Klezmerband. Auf der Suche nach dem neuen jüdischen Sound in Deutschland

Auf die Hotlist 2022, die Bestenliste der unabhängigen Verlage, hat es ein Buch aus der Musikbibliothek geschafft. In "Richard Wagner und die Klezmerband" mischt der bekannte DJ, Russendisko-Gründer und Musiker Yuriy Gurzhy keine Musikstücke, sondern spannende, außergewöhnliche Geschichten. Sein Buch nimmt die Leser mit hinter die Kulissen einer ganzen Szene. Mit dabei sind Wladimir Kaminer, Schriftstellerin Sasha Marianna Salzmann, Max Czollek und viele mehr.
1975 in der Ukraine geboren, kam Yuriy Gurzhy 1995 mit seiner Familie nach Deutschland und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem aktuellem jüdischen Sound seiner neuen Heimat. Sein Buch aus dem Jahr 2021 lenkt den Blick auf einen viel zu oft unsichtbaren Teil der deutschen Musikszene. Ein Tipp für alle, die ihren Horizont erweitern und neue Vielfalt kennenlernen wollen.
{Empfohlen von Kristina Pott}

  • Als Buch zu finden in unserem Katalog

Thymesia: PS5 / developed by OverBorder Studio. 2022.

Bei Thymesia handelt es sich um ein kurzweiliges Soulslike-Game. Das Leuchtfeuer ist hier ein Stuhl und die Seelen nennen sich Erinnerungen. Die Lebensleiste der Gegner ist zweischichtig: eine weiße Leiste, die Rüstung darstellt und sich wieder aufbaut, wenn man keinen weiteren Schaden macht. Und da drunter eine grüne, die die Lebensenergie darstellt. Ziel des Spiels ist es, unserem unter Amnesie leidenden Charakter zu seinen Erinnerungen zu verhelfen und aufzudecken, was in dieser Welt geschehen ist. Das Spiel ist recht düster, die Wege sind oftmals verschlungen und die Bosse muss man mögen lernen.
Thymesia hat außerdem noch einige grundlegend andere Mechaniken. Das Wechseln von Fähigkeiten z.B. kostet hier genau Null. Das motiviert dazu, alle Waffen einmal auszuprobieren, die Fähigkeiten komplett neu zu verteilen und zu sehen, ob man so mit den Gegnern besser zurechtkommt. Es gibt einige Mini-Bosse und natürlich „richtige“ Bosse, wobei der erste richtige Boss schon sehr herausfordernd ist. Wer es düster mag, relativ frustresistent ist und nicht gerne an die Hand genommen wird, ist bei Thymesia gut aufgehoben. Das einzige Manko ist die Kürze des Spiels. Davon hätte ich tatsächlich gerne wesentlich mehr gesehen.
Dies ist nicht das einzige PS5-Spiel, was wir verleihen. Wir bauen grade unseren Bestand an PS5-Spielen auf. Ganz neu sind z.B. auch Fifa 23 und NBA 2K23. Schaut mal rein ...
{Empfohlen von Silke Lemke}

  • Als Konsolenspiel (PS5) zu finden in unserem Katalog

Medientipps Oktober 2022

Richard Osman: Der Mann, der zweimal starb: Kriminalroman. 2022.

Bei dem ersten Krimi von Richard Osman „Der Donnerstagsmordclub“ von 2021 kam ich streckenweise aus dem Schmunzeln nicht mehr raus. Auch der neue Krimi „Der Mann, der zweimal starb“ ist ein Lifting für runterhängende Mundwinkel: britischer Humor mit einer erfrischenden Schlagfertigkeit in den Dialogen. Aber wer denkt, hier ginge es nur um humorvolle Unterhaltung, der täuscht sich. Es wird auch ernst, wenn die Akteure menschlichem Leid oder rücksichtsloser Gewalt begegnen.
Die Akteure: Elizabeth und Joyce, Ibrahim und Ron. Eine Geheimdienstagentin, eine Krankenschwester, ein Psychiater und ein Gewerkschafter, alle im Ruhestand. Besser ausgedrückt: Im Unruhestand. Sie frönen einem Hobby: Morde aufklären. So haben sie sich zum Donnerstagsmordclub zusammengeschlossen. Die Wege zueinander sind kurz, denn sie wohnen alle in einer noblen Senioren-Residenz im britischen Kent.
Im vorliegenden Roman wird Elizabeth von ihrer Vergangenheit eingeholt: Ihr Ex-Mann – im Dienst des MI5 – sucht Unterschlupf im Seniorenheim. Er scheint Mafiakreisen gehörig auf die Füße getreten zu haben und muss jetzt um sein Leben bangen. Elizabeth soll ihm helfen. Aber: Ist aus ihm nicht selber ein Krimineller übelster Sorte geworden? Der Eindruck drängt sich auf, aber …
Das Senioren-Quartett ist gefordert. Jede*r Einzelne von ihnen ist ein Original, und alle Vier zeigen, worauf es ankommt: Mitgefühl, Freundschaft, Mut und Geschick. Unbedingt lesen!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

  • Als Buch und Hörbuch in deutscher und englischer Sprache zu finden im Katalog

Dorothy Cannell: Die dünne Frau. 2016.

Du wirst zu einem Familientreffen auf Merlins Schloss eingeladen und kannst es nicht verhindern? Dein Selbstbewusstsein liegt am Boden und du begegnest unweigerlich deiner schönen Cousine Vanessa? Was kann da helfen? Eventuell eine Anzeige: Mrs. Swabuchers kultivierte Herrenbegleitung?
Begleiten Sie eine nicht ganz schlanke Innenarchitektin aus London auf eine Reise zu einer skurillen Familie ans Meer und erfahren Sie, was passiert. Kichern Sie beim Weiterblättern, und werden Sie auch spannend unterhalten. Kein neues Buch, aber eins, das Sie nicht nur einmal lesen!
{Empfohlen von Ute Pieper}

  • Als e-Book zu finden in unserer Onleihe

Medientipps September 2022

Vincent Message: Ein Moment der Unachtsamkeit – Cora dans la spirale

Wie viele Kompromisse darf man im Leben eingehen, um dabei trotzdem sich selbst und seinen Träumen treu zu bleiben zu können? Gerade als junge Frau, die ein Kind zur Welt gebracht und nun wieder ins Berufsleben zurückkehrt, bekommt Cora die ganze Wichtigkeit und Schwierigkeit dieser Frage am eigenen Leib zu spüren. Eigentlich hätte sie gerne ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und wäre professionelle Fotografin geworden. Angesichts der Unsicherheit dieser freiberuflichen Existenz, zieht sie es jedoch vor, in der Marketingabteilung einer Pariser Versicherungsgesellschaft in den Wolkenkratzern von La Défense, dem größten Geschäftsviertel Europas, zu arbeiten. Dennoch gerät nach ihrer Rückkehr ins Unternehmen dort alles aus dem Gleichgewicht. Die Firma befindet sich in der Krise und Cora ist einem enormen Druck – beruflich sowie privat – ausgesetzt, sodass sie eines Tages einen unverzeihlichen Fehler begeht.
Der Roman ist nicht nur sehr poetisch, sondern auch wunderbar recherchiert, wobei die Erzählung in einer sehr realistischen, fast dokumentarischen Art und Weise verläuft. Gerade die Erzählweise macht den Roman auch so lesenswert, denn er lässt den Leser in eine Welt eintauchen, mit der er sich identifizieren kann und wirft Fragen auf, die uns alle betreffen. Wie die meisten von uns, hat Cora mit der schwierigen Aufgabe zu kämpfen, Arbeit, Familie und persönliche Interessen unter einen Hut zu bekommen und versucht an allen Fronten präsent zu sein, was mit Beginn der Mutterschafft und größerer beruflichen Verantwortung immer komplizierter wird. So behandelt Vincent Message universelle Fragen in seinem Roman, Fragen nach den Risiken, die wir bereit sind in unserem Leben einzugehen, nach dem Platz, den die Arbeit in unserem Leben einnimmt und welche verheerende Wirkung sie auf jeden einzelnen von uns haben kann. Ein Roman also, der unser alltägliches Leben unter die Lupe nimmt und bei dem man unmöglich wegsehen kann.
{Buchempfehlung von Julia Braverman und Nalan Özmay}

  • Weitere Titel des Autors können Sie auf Französisch aus der Französischen Bibliothek ausleihen und lesen. Zu finden im Katalog.
  • Hinweis: Autorenbegegnung am 09. November 2022 in der Zentralbibliothek. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch statt.

Andreas Altmann: Bloßes Leben : Reportagen. 2022.

Die Reisereportagen von Andreas Altmann (geb. 1949) sind mehrfach preisgekrönt. Er beschreibt in seinen Büchern das Leben, wie er es so nackt und intensiv erlebt. Er ist sich und seiner Lebenseinstellung in seinen Beschreibungen immer treu.
Er hat einen scharfsinnigen und kritischen Blick auf sich und seine Umwelt. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes vom Leben gezeichnet.
Ich empfehle das folgende Buch herzlichst an alle unseren Leserinnen und Leser, die im Leben auf der Suche sind.
Ein Zitat aus dem Vorwort: »Du bist das, was von dir bleibt, wenn du bei einem Schiffbruch alles verlierst – und du nackt den Strand erreichst.«
Andreas Altmann: „Das Buch ist einer Frau gewidmet, die ich nicht kenne. Ich habe sie nur eine halbe Stunde lang gesehen. Von fern, vielleicht aus fünf Meter Entfernung. Ich bin sicher, dass sie mein Anstarren nicht bemerkt hat.
Sie saß und las. Auf einer Bank, mit dem Rücken zur Wand eines Cafés. Sie las wie jemand, der zu einer Spezies gehört, die man für ausgestorben hielt: ganz da, ganz dabei, ganz eins mit dem Buch. Nicht einmal ließ sie die Seiten los, kein Suchen nach dem Handy in der Handtasche, kein Reagieren auf die Geräusche und Stimmen im Raum. Nichts. Das einzige Lebenszeichen kam, als sie umblätterte. Dann wieder totenstilles Versinken.
Bis sie, die halbe Stunde war vorbei, den Kopf hob und die Augen schloss. Es war der Augenblick, in dem mir Rilkes Gedicht »Der Leser« einfiel, er schreibt da: »… bis er mühsam aufsah alles auf sich hebend, / was unten in dem Buche sich verhielt.« Dieser Leser war sie, die Fremde. Sie war ein Wunder, sie kam von einem fernen Stern. Sie ist der Traum jeden Autors." (Zitat: Andreas Altmann)
{Empfohlen von Maryam Alizadeh}

  • Als Buch zu finden in unserem Katalog

Susanne Kessel: 250 Piano Pieces for Beethoven. International Composition Project

Nicht neu, aber neu bei uns: Zum 250. Beethoven-Geburtstag im vorvergangenen Jahr hat die Pianistin Susanne Kessel ein spannendes Projekt gestartet. Komponist*innen aus aller Welt bat sie um kurze Stücke für Klavier solo, die sich in unterschiedlichster Weise mit dem Jubilar, seinem Leben und Werk auseinandersetzen – so lauten die Titel etwa Twilight in Bonn, Kannst du mich noch hören? oder Elise Dancing on Ice. Insgesamt wurden 250 internationale Kompositionen zusammengetragen, die als zehnbändige Notenedition (plus ein Band mit ausgewählten, besonders einfachen Stücken) nun auch in der Essener Musikbibliothek entliehen werden können. Als besonderes Extra ist etwa die Hälfte der Auftragswerke von Susanne Kessel auf drei Doppel-CDs eingespielt worden, die ebenfalls bei uns verfügbar sind. Ein Highlight für alle Klavierspieler*innen, die nach Für Elise endlich den Schritt ins 21. Jahrhundert machen möchten!
Weitere Informationen zum Projekt 250 Piano Pieces for Beethoven: http://250-piano-pieces-for-beethoven.com/
{Empfohlen von Kristina Pott}

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Dominik Eulberg: Mikroorgasmen überall : Von der Raffinesse und Mannigfaltigkeit der Natur vor unserer Haustür. 2021.

Mit 200 km/h rast er durch die Lüfte, auch dort, wo es eng wird. Auf 12 bis 80 km Entfernung registriert er, so viel kleiner er auch ist, einen Waldbrand. Bis zu 12.000-mal am Tag schlägt er, auch er ein Waldbewohner, ins Holz, und das tut er, ohne Muskelkater oder Gehirnerschütterung davon zu bekommen. Sie dagegen kann sich im Gelände am Sonnenstand orientieren, auch wenn der Himmel bedeckt ist. Er wiederum entdeckt aus luftiger Höhe das Wohnumfeld der Maus, die ihr Terrain mit Urin markiert (hätte sie es mal nicht getan!). Und (wieder jemand anderes) ... ihr eigentliches Hörorgan umkränzt die Augen und erlaubt ihr dank einer gewissen Asymmetrie eine Art Kreuzpeilung. Erraten Sie, um welche Tiere es sich handelt?

Haben Sie sich das Staunen über die Meisterleistungen im Tierreich bewahrt, dann lesen Sie dieses Buch: eine spannend geschriebene Sammlung kurzer Tierporträts mit Ausflügen ins Botanische und in unseren Sprachgebrauch. Wussten Sie beispielsweise, warum wir vom Schluckspecht sprechen? Oder warum Apus Apus (kommt aus dem Griechischen und heißt „ohne Füße“) als Gattungsbezeichnung unseres Mauerseglers herhalten muss?

In Zeiten, wo Menschen die Natur nur noch achtlos für sich benutzen, ein unbedingt empfehlenswertes Buch. Da wird dank des Gelesenen so mancher Spaziergang mit dem eigenen Kind draußen in der Natur zu einem spannenden Erzähl-Abenteuer: „Siehst du den Mauersegler da oben? Hörst du sein schrilles Srieh-Srieh? Der bringt es auf 200 km/h da oben, schneller als unser Auto fahren kann.“
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Medientipps August 2022

Oliver Norek: All dies ist nie geschehen. Roman. 2019.

Französische Originalausgabe: Entre deux mondes.

Auf der Flucht vor einem blutrünstigen Regime und einem Land im Krieg entdeckt der syrische Polizist Adam in Frankreich einen Ort, an dem man ohne Konsequenzen töten kann. In dieses gesetzlose Universum wagt es nicht einmal die Polizei, einen Fuß zu setzen. Ein Mörder nutzt diese Situation aus. Sobald das erste Verbrechen begangen wird, beschließt Adam, der von Bastien, einem französischen Polizisten unterstützt wird, einzugreifen. Olivier Norek führt uns mit diesem dramatischen, realistischen und spannenden Roman in den Alltag der Migranten im "Dschungel" von Calais und gleichzeitig an die Grenzen des Unakzeptablen. Obwohl das berühmte Flüchtlingslager im Oktober 2016 aufgelöst wurde, ist der Roman angesichts der unzähligen Geflüchteten, die heute noch in und um Calais in prekärsten Verhältnissen leben, nach wie vor sehr aktuell. Es ist ein schockierender Roman, der auf persönlichem Hintergrundwissen des Autors basiert. Die Dialoge zwischen den Protagonisten sind authentisch, die Szenenwechsel sind nicht abrupt, sondern haben einen fließenden Übergang. Der Roman war teilweise zu Tränen rührend.
{Empfohlen von Julia Braverman}

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Olivier Norek: Entre deux mondes. 2017.

Fuyant un régime sanguinaire et un pays en guerre, Adam, policier syrien, a envoyé sa femme Nora et sa fille Maya à six mille kilomètres de là, dans un endroit où elles devraient l'attendre en sécurité. Il les rejoindra bientôt, et ils organiseront leur avenir. Mais arrivé là-bas, il ne les trouve pas. Ce qu'il découvre, en revanche, c'est un monde entre deux mondes pour damnés de la Terre entre deux vies. Dans cet univers sans loi, aucune police n'ose mettre les pieds. Un assassin va profiter de cette situation. Dès le premier crime commis, Adam décide d'intervenir, aidé de Bastien, un policier français. Face à l'espoir qui s'amenuise de revoir un jour Nora et Maya, cette enquête est le seul moyen pour lui de ne pas devenir fou. Le temps est venu pour Adam d'ouvrir les yeux sur la réalité et de faire un choix, quitte à se mettre en danger. (Quelle : Verlag Michel Lafon)

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Mónica Gutiérrez Artero: Der fabelhafte Buchladen des Mr. Livingstone. Roman. 2021.

Wie es wohl wäre, diesen einen Londoner Buchladen zu besuchen und noch dazu die sympathischen Charaktere um Mr. Livingstone kennen zu lernen? Das fragt man sich ständig beim Lesen der Geschichte. Sie lädt ein zum Schmunzeln, Lachen und Wohlfühlen. „Ein märchenhaft schöner Roman über das kleine und das große Glück – und darüber, wo man es findet.“ (Zitat: Thiele Verlag, Wien)
{Empfohlen von Nadine Gayk}

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Antonia Michaelis: Die Wiederentdeckung des Glücks. Roman. 2021.

„Was können die Leute bei euch?“ fragt der Madagasse Biscuit seinen um Jahre älteren Freund aus Deutschland. „Termine einhalten. Sich beschweren. Sich Sorgen machen,“ ist die Antwort des Deutschen. Ganz anders charakterisiert Biscuit seine Landsleute in Madagaskar: „Es gibt fünf Dinge, die jeder Madagasse kann. … Hüte machen, hungern, lachen, warten, tanzen.“ Und alle, ob in Deutschland, Madagaskar oder sonst wo auf der Erde, alle sind auf der Suche nach dem Glück. Darum geht es hintergründig in diesem Roman: Was macht das Glück aus? Ein zärtliches Buch, in dem es um Freundschaft geht, aber auch um Einsamkeit, Trauer, Gewalt, Armut, Tod, Hunger und um das Streben nach einem geglückten Leben, nach geglückten Beziehungen. Obendrein eine fesselnde Geschichte, erzählt von Antonia Michaelis, die mit ihrem Mann zwei Jahre lang in Madagaskar gelebt hat. Unbedingt lesen!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Medientipps Juli 2022

Nita Prose: The Maid, ein Zimmermädchen ermittelt. 2022.

Sobald Molly in ihre Zimmermädchenuniform schlüpft, ist sie in ihrem Element, denn die Zimmer in einen Zustand der Perfektion zurückzuversetzen ist für sie Beruf und Berufung zugleich. Da ist eine Leiche in einer der Suiten natürlich ein ärgerlicher Zwischenfall. Zunächst als Zeugin befragt, gerät Molly mit ihrer verschrobenen Art unverhofft selbst ins Visier der Ermittler.
Das Flair eines Nobelhotels gepaart mit eigenwilligen Persönlichkeiten und einer Mordermittlung machen diesen Roman zu einem besonderen Lesevergnügen!
{Empfohlen von Barbara Gruttmann}

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Catherine Shepherd: Die Rezeptur. 2022. Fortsetzung von „Stummes Opfer“

Ein brillanter Thriller aus der Feder von Catherine Shepherd, die im wahren Leben mit ihrer Familie in Zons am Rhein lebt… Hier spielt auch wieder ihr aktuelles Buch, das die Vernetzung von Vergangenheit und Gegenwart mit sympathischen Protagonisten so außergewöhnlich macht. Neuzeit - ein Schönheitschirurg wird tot in der Badewanne aufgefunden, Kommissar Oliver Bergmann ermittelt und eine merkwürdige Nachricht zerstreut rasch den Gedanken an eine natürliche Todesursache. Mittelalter - in Zons fällt ein Mönch im Kloster-Kräutergarten plötzlich tot um und der Leiter der Stadtwache, Bastian Mühlenberg, wird misstrauisch - treibt hier etwa ein Mörder sein Unwesen?
{Empfohlen von Nadine Gayk}

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Ann Weisgarber: Unter Heiligen. Roman. 2019.

1888, der Winter in der kleinen Mormonensiedlung in Junction ist besonders hart für die kinderlose Deborah, die sich um ihre Farm kümmert und dem rauen Leben trotzt. Während sie sehnsüchtig auf die baldige Rückkehr ihres Mannes hofft, klopft eines Abends ein Fremder an ihre Tür. Wer ist dieser Mann? Ein Glaubensbruder, der zu Unrecht verfolgt wird? Wird er der Polygamie beschuldigt? Oder was hat er getan?
Deborah und ihr Mann Samuel lehnen die Vielehe zwar ab, sind aber auch gegenüber den Behörden misstrauisch und fühlen sich verpflichtet, verfolgten Glaubensbrüdern zu helfen.
Sie weiß aber auch, dass, wenn sie dem Mann hilft, sie damit die ganze Glaubensgemeinschaft in Gefahr bringen wird. In ihrer Not bittet Deborah Samuels Stiefbruder Nels um Hilfe, doch diese Entscheidung ist folgenschwer…
Ein wirklich fesselnder, spannender Roman, der in einer rauen und lebensfeindlichen Bergwelt in Utah spielt und den Leser*in eintauchen lässt in die (oft unbekannte) Welt der Mormonen.
{Empfohlen von Silke von der Stein}

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Olivier Norek: Das versunkene Dorf. Roman. 2022.

Man kann ein Dorf überfluten - aber nie die Erinnerungen.
Die Kommissarin Noémie Chastain erleidet ein schweres Trauma, das sie mithilfe eines Psychologen allmählich überwindet. Dennoch schieben ihre Vorgesetzten sie mit einem Routineauftrag in die Provinz ab, in das Dorf Avalone. Doch so beschaulich es hier ist, so freundlich ihre Kollegen auch sind – so unheimlich ist die Vorgeschichte dieses Ortes, auf die Noémie durch einen grausigen Fund stößt.
Der Sensationserfolg aus Frankreich wurde verdientermaßen mit dem Prix Maison de la Presse, dem Prix Relay, dem Prix Babelio-Polar und dem Prix de l'Embouchure ausgezeichnet.
Der perfekte Krimi für die Sommerferien!
{Empfohlen von Julia Braverman und Nalan Özmay}

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Medientipps Juni 2022

Jo Eckardt: Gespräche bei Demenz und Alzheimer : Gute Kommunikation mit Erkrankten, Ärzten und Pflegepersonal. 2020

Ein Ratgeber für Angehörige von Demenzerkrankten: Wie schaffe ich es, mit meinem erkrankten Angehörigen oder mit irritierten Außenstehenden einfühlsam zu kommunizieren? Welches Hintergrundwissen brauche ich, um angemessen zu reagieren? Was kann ich für mich selber tun, wenn Überforderung droht?
Was diesen Ratgeber so empfehlenswert macht: Das sind die praktischen Beispiele aus dem Pflegealltag. Es kommt zu kritischen Situationen, und ich als Angehöriger muss reagieren. Die Dialoge, die mir als Alternativen zum üblichen Haare-Raufen und Kopfschütteln nahegelegt werden, zeugen von einer durch und durch wohltuenden Empathie. Sie zeigen Auswege aus dem Dilemma, werden dem Erkrankten und auch mir selber gerecht.

Weitere Titel zum Thema in der Stadtbibliothek:

  • Erich Schützendorf: Kommunikation mit Menschen mit Demenz. 2020.
  • Angela Caughey: Ich versteh dich. 2019.
  • Petra Endres: Nach Worten fischen. 2018. (für Pflegepersonal in der Altenpflege)

{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Kurt Krömer: Du darfst nicht alles glauben, was Du denkst : meine Depression. 2022

Alexander Bojcan ist 47 Jahre alt, trockener Alkoholiker, alleinerziehend und war jahrelang depressiv. Auf der Bühne sowie im TV spielt er Kurt Krömer und ist einer der beliebtesten und bekanntesten Komiker des Landes.
Er will sich nicht länger verstecken, die Öffentlichkeit wusste bisher nicht viel Privates von ihm. Sein Buch ist ein offener, schonungsloser, aber auch lustiger Lebensbericht; er bricht ein Tabu um Menschen zu helfen, die unter Depressionen leiden oder einen ähnlichen jahrelangen Ärztemarathon hinter sich haben, wie er selbst. Meines Erachtens ist dieses großartige Buch eine komische und liebenswerte Erklärung an das Leben. „Und ab dafür“, würde Kurt Krömer jetzt sagen.
{Empfohlen von Nadine Gayk}

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Petros Markaris: Das Lied des Geldes : ein Fall für Kostas Charitos. Roman. 2021. (Band 14)

Auswärts von Athen, an der Küste, wird die Leiche eines Saudi gefunden. Erstochen. Kommissar Kostas Charitos und sein Team ermitteln. Bei dem einen Mord bleibt es nicht, die Fälle schlagen Wellen bis hinauf ins Innen- und Außenministerium.
Und dann ist da noch Onkel Lambros, Freund der Familie Charitos, ein in die Jahre gekommener Linker, der sich für die Obdachlosen einsetzt und eine Armenbewegung ins Leben rufen möchte.
Ein leicht erzählter Krimi, der in bewundernswerter Weise Unterhaltung und Sozialkritik miteinander verknüpft, und dabei unserer Jetzt-Zeit einen Spiegel vorhält. Würde ich sogar als Klassenlektüre empfehlen. Nichts Tiefschürfendes, aber ein guter Anlass, um ins Gespräch zu kommen (über Gewalt, rechte Ideologie, Kapitalismus, friedlichen Protest ...). Ich werde auf jeden Fall noch mehr Kostas-Charitos-Krimis lesen.
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Medientipps Mai 2022

Elden ring: PS4 / Rollenspiel

Am Anfang war ich skeptisch. Open World. Bei einem Soulslike. Na gut. Ich muss zugeben, ich war von der ersten Minute an gefangen. Nach 100 Stunden und mehr... richtig, immer noch gefangen. Das Open-World-Setting funktioniert, die Kämpfe sind gewohnt knackig, die Dungeons spannend, die Nebenquests nebulös wie immer. Manche Bosse werden recycelt, was mich persönlich nicht stört. Eher im Gegenteil. Wenn ich später im Spiel auf einen Boss treffe, der mir am Anfang noch graue Haare bereitet hat und den ich jetzt mit einem gehässigen „Hähääää..“ im ersten Versuch lege.. das hat schon was.
Für mich ist Elden Ring absolut gelungen und tatsächlich eines der besten Spiele, die ich je gespielt habe. Absolute Empfehlung.
{Empfohlen von Silke Lemke}

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O’Faolain, Nuala: Ein alter Traum von Liebe. Roman. Gelesen von Marlen Diekhoff. Literatur-CD

Die Reisejournalistin Kathleen hat Jimmy, einen ihrer besten Freunde und Arbeitskollegen, verloren. Sie trauert und möchte aussteigen. Ob ein neues Schreib-Projekt, das sie in ihre alte irische Heimat zurückführt, auf andere Gedanken bringt?
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

  • Als Hörbuch zu finden in unserem OPAC

Matt Haig: The comfort book - Gedanken, die mir Hoffnung machen. 2021.

Bei diesem Buch ist der Titel Programm. Eine Sammlung von Texten, die dem Autor in einer schweren Depression geholfen haben. Ein Trostbuch!
{Empfohlen von Nadine Gayk}

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Medientipps April 2022

Joël Dicker: Das Geheimnis von Zimmer 622. Gelesen von Torben Kessler. 2021. Hörbuch (MP3)

Joël Dicker, Schweizer Autor (geboren 1985), ist vielen kein Unbekannter: "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" und „Die Geschichte der Baltimores“ wurden Millionenseller. Mit „Das Geheimnis von Zimmer 622“ kehrt der Autor den USA als Schauplatz seiner Romane den Rücken und wechselt in die Schweiz: Genf und ein Nobelhotel in den Schweizer Alpen sind die Hauptorte der Handlung. Ein Mord im Bankiersmilieu bleibt der Polizei über fast zwei Jahrzehnte ein ungeklärtes Rätsel – und ausgerechnet Joël, ein Genfer Schriftsteller, und eine draufgängerische Engländerin, wie Joël Urlaubsgast in besagtem Nobelhotel, machen sich daran, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Was kann dabei Gutes rauskommen? : Eine recht spannende Geschichte um Liebe und was man für Liebe so hält, um Machtstreben und unstillbaren Geltungsdrang, um eine Wahrheitssuche, die auch den Leser (oder hier: den Hörer) immer wieder in die Irre führt: Wer ist hier der Schurke, wem tut man hier mit dem eigenen Schubladendenken am Ende Unrecht?
Auch wenn der Roman manchmal aberwitzige Wendungen nimmt, er ist spannend und eine Empfehlung wert!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Ai Weiwei: 1000 Jahre Freud und Leid : Erinnerungen. 2021.

Ai Weiwei, 1957 in Peking geboren, gilt - so der Brockhaus - als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler und obendrein als Kritiker autoritärer Machtverhältnisse. Sein engagiertes Eintreten für Gerechtigkeit in seiner Heimat China brachte ihn unweigerlich in die Schusslinie der Staatsmacht: Ob es das neu errichtete Atelier in Schanghai war, das von der Stadtverwaltung abgerissen wurde, die lange Zeit der Überwachung und Bespitzelung, der Hausarrest, das Redeverbot oder die 81-tägige Isolationshaft, die Sorge um das Wohl seiner Familie, die millionenschwere Anklage wegen angeblicher Steuerhinterziehung, all das brachte Ai Weiwei nicht zum Schweigen. In der Zeit seiner Haft wuchs in ihm der Entschluss, seinem damals zweijährigen Sohn die eigene Lebensgeschichte aufzuschreiben, „um meinem Sohn ehrlich zu erzählen, wer ich bin, was das Leben für mich bedeutet, warum die Freiheit so wertvoll ist und warum ein autoritäres Regime die Kunst fürchtet“.

Diese Lebensgeschichte lässt der Künstler mit dem Lebensweg seines eigenen Vaters beginnen: Ai Qing (1910-1996), ein bekannter chinesischer Lyriker, der sich einst der kommunistischen Bewegung anschloss, dann aber politisch in „Ungnade“ fiel und über Jahre hinweg als Staatsfeind in Umerziehungslager verbannt wurde - Ai Weiwei als Kind und Jugendlicher war von 1961 an dabei.

Die Lebensgeschichte beider (Ai Weiweis und die seines Vaters) legen ein beredtes Zeugnis von staatlicher Willkür auf der einen und der Leidensfähigkeit und dem Mut der Drangsalierten auf der anderen Seite ab. Ai Weiwei lässt dabei auch dichterische Texte seines Vaters sprechen, genauso wie seine eigenen Kunstprojekte, von denen er erzählt. Beeindruckend sind seine Statements zur Kunst und zur Rolle des Einzelnen in der Gesellschaft, kritisch gegenüber den Mitläufern in seiner Heimat, kritisch aber auch gegenüber dem „freien“ Westen: „Leider verliert die Freiheit, die die Menschen im Westen so genießen, ihre Bedeutung, wenn der Westen woanders nicht für die Freiheit kämpft“.
Erinnerungen, die dem in Sicherheit und Freiheit lebenden Westeuropäer den eigenen Horizont erweitern. Zugleich muss man unweigerlich den Hut vor denen abnehmen, die nicht klein beigegeben haben.
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Frank Schwieger: Ich, Kleopatra und die alten Ägypter. 2021.

Das alte Ägypten – Pharaonen, Pyramiden und der Nil. Oder doch noch mehr?
In diesem Buch nimmt uns die berühmte Pharaonin Kleopatra mit in ihre Welt. Sie berichtet selber, lässt aber auch andere zu Wort kommen, Götter und normale Kinder. Zu Beginn aller Kapitel, die immer aus der Sicht einer anderen Person geschrieben sind, gibt es eine Vorstellung der jeweiligen Person. Ähnlich einem Freundschaftsbuch erzählen hier die Personen, wer sie sind, was sie gern machen und was sie nicht mögen.
Dieses Buch ist eine Mischung aus Sachbuch und Comic. Auf unterhaltsame und ungewöhnliche Weise wird hier das alte Ägypten wieder lebendig. Viele Zeichnungen und Bilder sorgen für Auflockerung.
Das Buch ist geeignet für alle, die sich für das alte Ägypten interessieren und nicht immer das gleiche Schema haben möchten. Frank Schwieger, der Autor, hat noch weitere Bücher in dieser Art (so zu Caesar, die Wikinger oder die Ritter) verfasst.
Ab 10 Jahre.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Medientipps März 2022

Die Erfindung von Mittelerde: was Tolkien zu Mordor, Bruchtal und Hobbingen inspirierte / John Garth. 2021.

J.R.R. Tolkien kennt man als den Erfinder von Herr der Ringe und Der Hobbit. Seine fantastische Welt der Mittelerde und der vielen Orte wurden durch seine persönlichen Reisen inspiriert.
Dieser liebevolle gestaltete Band erläutert mit sehr vielen Details, welche realen Schauplätze Tolkien für seine bildhaften Ortsbeschreibungen inspiriert haben. Dazu untersucht der Autor nicht nur die Landschaft, sondern geht auch auf die Kultur, Mythen und Sprachen ein und zeichnet dabei das Leben von Tolkien mit all seinen Höhen und Tiefen nach.
Zusätzlich dienen über 100 schöne Illustrationen, Archivmaterial und Neuaufnahmen sowie detailreiche Karten dazu, sich ein eigenes Bild zu machen.
Insbesondere Fans finden in diesem Band allerlei zahlreiche Informationen.
{Empfohlen von Katrin Volkenandt}

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Winter´s Tale : Colin Farrell ; Jessica Brown Findlay ; Russell Crowe... Written and directed by Akiva Goldsman. 2014. DVD

Was wäre, wenn jeder Mensch eine bestimmte Aufgabe hat? Ein Wunder, durch das er das Leben eines anderen besser machen kann?
Peter Lake, ein Dieb, ist im Jahre 1916 in New York auf der Flucht vor seinem Mentor. Während er in ein Haus einbricht, trifft er auf die todkranke Beverly und verliebt sich in sie. Nun versucht er, sie mit einem Wunder zu retten, aber während eines Kampfes mit seinem ehemaligen Mentor stürzt er von einer Brücke und findet sich im heutigen New York wieder. Dort muss er nun versuchen, sich und seine Liebe zu retten.
Dieser Film lohnt sich schon allein durch seine gelungene Besetzung. Aber auch sonst ist es ein toller Film, mit Fantasy-Elementen, Romantik und Dramatik, also allem, was dazugehört. Ein Film, den man auf seinem Sofa eingekuschelt genießen kann, wenn das Wetter draußen nicht sehr einladend ist und man einfach mal alles andere vergessen will.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Medientipps Februar 2022

Dean Lomax: Dinosaurier : entdecke die Tiere der Urzeit. 2021

Dinosaurier und andere Tiere aus längst vergangenen Tagen faszinierten die Menschen schon immer. Man versucht sich die Tiere und ihr Leben vorzustellen und erfährt immer neue Sachen, je besser die Wissenschaft es erforschen kann.
In diesem Buch erhalten Kinder viele spannende Informationen zu Dinosauriern, aber auch über die Pflanzen dieser Zeit und nachfolgende Tiere. Ebenfalls ein Thema sind die Gründe für das Aussterben der Arten.
Jeweils eine Seite widmet dieses Buch einer Tier- und Pflanzenart mit viel Wissenswertem über die jeweilige Art, und das in kurzgefassten, aber informativen Texten sowie mit Zeichnungen und Bildern. Verweise zu heute lebenden Tieren fehlen nicht.
Ein tolles Buch für Fans dieser Tiere, aber auch sehr gut geeignet für die Vorbereitung von Referaten in der Schule.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Zeitschrift „Lecker“ im Pressreader (Zugang kostenlos mit gültiger Servicekarte)

Jeden Monat kommen sicher hunderte Kochzeitschriften auf den Markt und es lohnt sich nicht immer, diese zu kaufen. Daher werfe ich gern einen Blick hinein in unseren Pressreader und bin bei der schönen Zeitschrift „Lecker“ hängengeblieben. Ob aufwändige Kochkreationen, schnelle Küche für den Alltag oder Resteverwertung a la „die Geister aus dem Kühlschrank“, Küchenaccessoires, neue Food-Trends, Geschenkideen für Gastro-Fans und auch kleine Bastel-Projekte lassen sich hier entdecken ebenso wie jahreszeitliche Rezeptideen oder die kalorienbewussten Gaumenfreuden. Die Rezepte sind übersichtlich gestaltet mit Zutatenliste und Schritt-für-Schritt-Anleitungen sowie der Zeitangabe, Schwierigkeitsgrad und Kalorienwert.

Am besten gefällt mir das frische und oft mit einem Augenzwinkern gestaltete Layout der Zeitschrift, die Mischung aus Rezepten mit ansprechenden und hochwertigen Fotos und immer besonderen Shopping-Tipps, dazu die nötige Brise Informationen.

Das Schöne am Pressreader ist, die Zeitschrift sieht eins zu eins aus wie die Printausgabe, es gibt eine Zoom-Funktion, eine Text-Ansicht mit praktischer Druck-Option, der Zugriff ist zeitlich unbegrenzt und der Zugang zum Pressreader ist nach Anmeldung für 30 Tage freigeschaltet, erst dann ist ein erneutes Einloggen notwendig.

Peter Hunt: Die Erfindung von Alice im Wunderland : wie alles begann. 2021.

Sehr viele sind mit der Geschichte von der kleinen Alice im Wunderland vertraut. Wer also einen Einblick in die Entstehung und Bedeutung der Alice-Romane gewinnen möchte, findet in dem Buch „Die Erfindung von Alice im Wunderland – wie alles begann“ allerlei Informationen von der Entstehungsgeschichte bis zur Biografie.
Insbesondere wird auf den Erfinder der Geschichte Lewis Carrol eingegangen: Wer war er? Wie ist sein wirklicher Name? Was hat ihn zu Alice und den Figuren wie der Grinsekatze inspiriert?
Der Band bietet zudem die originalen, sehr schönen Illustrationen von John Tenniel und weitere zeitgenössische Fotos.
{Empfohlen von Katrin Volkenandt}

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Peter Hase 2 : ein Hase macht sich vom Acker / Rose Byrne, Domhnall Gleeson, David Oyelowo [und andere] ; directed by Will Gluck. DVD

Peter Hase ist zurück – Und mit ihm auch alle anderen Charaktere, die wir schon im ersten Teil lieben gelernt haben.
Die Fortsetzung beginnt mit einer Hochzeit – Thomas und Bea heiraten, und natürlich sind die Hasen auch dabei. Danach versuchen sich alle, an das neue Miteinander zu gewöhnen, doch wie in den meisten neuen Situationen fällt es nicht immer leicht. Und so macht sich Peter auf, um in der Großstadt Abenteuer zu erleben.
In den seltensten Fällen ist eine Fortsetzung genauso gut wie die erste Geschichte. Aber hier ist ein solcher Fall. Wie im ersten Film begeistert diese Geschichte alle Fans von Peter Hase und seinen Freunden und sorgt so für eine lustige und spannende Unterhaltung für Groß und Klein.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Medientipps Januar 2022

Arthur & Claire : ein Film von Miguel Alexandre. - 2018. - 1 DVD-Video

Ein Mann, eine Frau und eine Nacht, in der es um alles oder nichts geht. In einem Hotel in Amsterdam begegnen sich zwei Menschen, von denen jeder für sich bereits mit dem Leben abgeschlossen hatte. Doch dann vereitelt Arthur, der eigentlich nur ein letztes stilvolles und vor allem einsames Dinner im Sinn hatte, durch Zufall den Suizidversuch der jungen Claire. Die beiden bilden von nun an eine unerwartete Schicksalsgemeinschaft und brechen gemeinsam auf in die Amsterdamer Nacht. Zwischen Grachten, Coffee-Shops, bestem Whiskey und einer sich vorsichtig anbahnenden Freundschaft, beginnen sie schließlich, die Pläne des jeweils anderen zu durchkreuzen. In klugen, witzigen Dialogen kreisen Arthur und Claire um die Dinge, die das Leben wirklich ausmachen, und beschließen, sich diesem Leben zu stellen und es bis zum letzten Augenblick auszukosten. Eine feinfühlige, schwarzhumorige Tragik-Komödie mit schlussendlich positiver Quintessenz, die es unter anderem in der Zweigstelle Altenessen zur Ausleihe gibt.
{Empfohlen von Karsten Kurschat}

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Cornelia Funke: Der Fluch der Aurelia. 2021. (Drachenreiter ; 3)

Auf der Suche nach einem Lese-Abenteuer? Dann zugreifen, ins Buch abtauchen und verzaubern lassen: „Der Fluch der Aurelia“ erzählt ein Fantasy-Abenteuer um den schon bekannten Drachen Lung und seinen Drachenreiter Ben. Und wer meint, Fantasy ist nichts für sie oder ihn, weil hat nichts mit unserer Welt zu tun, der täuscht sich. Zugegeben: Drachen, Kobolde, Nixen, Feen, die singende Riesen-Qualle Aurelia und all die anderen Fabelwesen begegnen uns nicht alle Tage. Aber sie alle kämpfen darum, dass ihre Art überlebt und nicht Opfer eines machthungrigen, eitlen Zeitgenossen wird (um genau zu sein: Bei diesem Zeitgenossen handelt es sich um einen üblen Burschen der Gattung Mensch!) Unterstützt werden sie von Ben und anderen Leuten, die das Herz auf dem richtigen Fleck haben. Ein Wettlauf mit der Zeit!
Wer da nicht Parallelen zu unserer realen Welt sieht, der ist mit Blindheit geschlagen. Also: Buch auslesen, zuklappen und raus – die Schönheit unserer Erde sehen und sich dafür einsetzen, dass nicht Gewalt und Gier das letzte Wort haben.
Wer noch keinen Drachenreiter-Band von Cornelia Funke gelesen hat, der sollte es vielleicht wie ich machen: den ersten Band parallel als Hörbuch genießen.
Ab 10 Jahren (und für jung gebliebene Erwachsene).
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Medientipps Dezember 2021

Spielfilmtipps - Was fürs Herz

Puzzle / Kelly Macdonald, Irrfan Khan, David Denman [und andere] ; directed by Marc Turtletaub. 2018. DVD

Ab 6 Jahren.
Die schüchterne Hausfrau und Mutter Agnes entdeckt ihre Leidenschaft und Begabung für Puzzles. Durch Zufall erfährt sie, dass es ein Puzzleturnier gibt und lernt Robert kennen, der eine Puzzle-Partner*in sucht. Im Laufe der Vorbereitungen findet Agnes Bestätigung und emanzipiert sich behutsam. Sehr schöner und ruhiger Film, vielleicht auch für die Vorweihnachtszeit.
{Empfohlen von Claudia Schön}

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Master Cheng in Pohjanjoki / Pak Hon Chu, Anna-Maija Tuokko [und andere] ; Regie Mika Kaurismäki. 2019. DVD

Ab 6 Jahren.
Ein weiterer sehr ruhiger und stimmungsvoller Film über einen chinesischen Koch, der mit seinem Sohn nach Finnland reist. Auf der Suche nach einem alten finnischen Freund, findet er trotz kultureller Unterschiede neue Freunde und hilft in einem lokalen Café aus. Als sein Touristenvisum ausläuft, helfen alle Dorfbewohner, damit er dort bleiben kann. Ein wirklich ruhiger Film, mit schönen Landschaftaufnahmen und skurrilen Dorfbewohnern.
{Empfohlen von Claudia Schön}

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Das Wunder von Marseille / Assad Ahmed, Gérard Depardieu, Isabelle Nanty [und andere] ; ein Film von Pierre-François Martin-Laval. 2020. DVD

Ab 12 Jahren.

Der achtjährige Fahim, ein Schachtalent, reist mit seinem Vater von Bangladesch nach Frankreich, um dort Asyl zu beantragen. In Paris angekommen beginnt eine zermürbende Suche nach einer Unterkunft und ein Leben in der Illegalität. Nach einiger Zeit tritt Fahim einem Schachclub bei und findet in dem grummelnden Lehrer einen Mentor und Freund. Als ein großes Jugendschachturnier ansteht, sieht Fahim seine Chance, sein Können zu zeigen. Ein Film, der das Miteinander und nicht das sportliche Gegeneinander zeigt, wird mit Gefühl und Humor erzählt und lebt von seinen Hauptdarstellern.
{Empfohlen von Claudia Schön}

  • Als DVD zu finden in unserem OPAC

Ein Papa für alle / Franck Gastambide, Melisa Sözen, Gringe [und andere] ; Regie Xavier de Choudens. 2019. DVD

Ab 6 Jahren.
Französische Komödie um einen Grundschullehrer. Als er erfährt, dass die Familie eines Schülers abgeschoben werden soll, ersinnt er einen Plan, um diesem zu helfen. Er gibt sich als der Vater des Jungen aus, und dies funktioniert so gut, dass bald weitere Kinder und Väter dazukommen. Humorvolle Unterhaltung.
{Empfohlen von Claudia Schön}

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Romanempfehlungen

Daniel Glattauer: Gut gegen Nordwind: Roman. 2006

Ehrlich gesagt hätte ich nie geglaubt, dass dieses Buch tatsächlich ein Roman sein wird, der mich nicht mehr loslässt, und das seit vielen Jahren. Immer mal wieder fällt es mir in die Hände und ich kann dann nicht anders, und muss es lesen.

Die beiden Hauptakteure Emmi und Leo "begegnen" sich rein zufällig durch eine fehlgeleitete E-Mail im Internet. Was als harmloses Gespräch beginnt, entwickelt sich nach und nach zu lustigen, wortgewandten Dialogen, die einen fesseln und ganz und gar in eine Welt eintauchen lassen, welche sich Leo und Emmi virtuell erschaffen. Je mehr die Sympathie zwischen den beiden wächst, desto größer werden jedoch die Probleme in der realen Welt. Emmi ist eigentlich glücklich verheiratet, hat zwei Kinder. Leo versucht über seine Ex-Freundin hinwegzukommen, für die er noch Gefühle hegt. Dennoch scheinen die virtuellen Gespräche beide süchtig zu machen. Keiner von ihnen kann dem Verlangen widerstehen, dem anderen zu schreiben und wiederum seine Worte aufzusaugen. Als Leser fiebert man mit, wie sich das Verhältnis zwischen den beiden entwickelt und sehnt sich selbst danach zu erfahren, wann sie sich treffen werden. Und wenn sie das machen, was ist eigentlich dann? Wie werden sie mit ihren Gefühlen zueinander umgehen? Die Worte, die Leo und Emmi füreinander finden, machen die bedruckten Seiten lebendig und lassen einen in der Fantasie hängen, dass solche Gespräche tatsächlich Wirklichkeit sein könnten. Man taucht tief ein in die privaten Gedanken von zwei fiktiven Personen, bei denen man sich letztlich nur eines wünscht: ein Happy End.
P.S. Der Roman „Alle sieben Wellen“ bildet die Fortsetzung zu „Gut gegen Nordwind“.
{Empfohlen von Nadine Gayk}

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Géraldine Dalban-Moreynas: An Liebe stirbst du nicht : Roman. 2020.

In dem Buch: „An Liebe stirbst du nicht“ geht es genau darum, ob dies am Ende, generell oder am Ende dieses Buches, nicht doch so sein könnte.
Eine junge Frau, im Leben stehend, verliert sich und einiges mehr an einen Mann. Und dann steht eine Entscheidung an. Eine der wichtigsten Ihres Lebens vielleicht. Ausgezeichnet mit dem Prix du Premier Roman 2019.
{Empfohlen von Sylvia Schöner}

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  • In der französisch-sprachigen Buchausgabe unter dem Titel „On ne meurt pas d'amour“ zu finden in unserem OPAC

Walter Tevis: Das Damengambit : Roman. 2021

Elizabeth Harmon, genannt Beth, ist 8 Jahre alt, als sie ihre Mutter verliert und in ein Heim in Kentucky kommt. Sie ist die Jüngste, aber die Beste in ihrer Klasse.
Als sie immer größere Schwierigkeiten mit dem Einschlafen hat, sammelt sie für die Nacht heimlich die Beruhigungstabletten, die allen Kindern in der Einrichtung zweimal täglich verabreicht werden. Doch nach und nach benötigt Beth immer mehr davon …
Ihr einziger Lichtblick wird das Schachspielen, das sie von Hausmeister Mr. Shaibel im Keller des Heims lernt. Beth wird innerhalb kürzester Zeit immer besser, liest Bücher über verschiedenste Schachzüge, spielt diese im Kopf immer wieder durch und nimmt sogar an Wettbewerben teil. Sie gilt als Wunderkind in der männerdominierten Schachwelt Ende der 1950er-Jahre bis Ende der 1960er-Jahre in Amerika. Mit 16 spielt sie um die US-Meisterschaft, mit 18 setzt sie alles dran, den russischen Weltmeister zu schlagen. Gleichzeitig benötigt sie immer noch die Pillen und auch dem Alkohol kann sie irgendwann nicht mehr widerstehen. Doch für das Schachspiel benötigt Beth einen klaren Kopf. Wie wird sie sich entscheiden?

Das Buch ist bereits im Jahr 1983 erschienen, und dass es wieder aktuell ist, ist der sehr erfolgreichen gleichnamigen Serie auf Netflix zu verdanken.
Um von diesem mitreißenden und berührenden Buch begeistert zu sein, muss man kein Schachliebhaber sein. Beths packende Lebensgeschichte sowie die eingebundenen gesellschaftlichen und politischen Themen wie Rassismus oder kalter Krieg lesen sich so spannend wie ein Krimi und auch die detailliert beschriebenen Schachpartien üben eine große Faszination aus. Ein absolutes Lese-Highlight!
{Empfohlen von Annette Lindner}

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Gut zu wissen

Kent Nagano, Inge Kloepfer: 10 Lessons of my Life : was wirklich zählt. 2021

Der international gefeierte Dirigent Kent Nagano hat zehn Begegnungen aufgeschrieben, die sein Leben und sein Denken verändert haben. Er bezeichnet sie als „life lessons“, „Lebenslektionen“. Es geht um Menschen, die ihn in Verblüffung und Staunen versetzten, die ihm Bewunderung abverlangten und die ihm etwas beibrachten, weit über die Arbeit als Musiker hinaus. Sie werden in liebevollen Porträts vorgestellt. So lernte er zum Beispiel von der Sängerin Björk, dass es sich lohnt, Zufälle ernst zu nehmen. Von Leonard Bernstein lernte er, dass es keine endgültigen Antworten gibt. Und von dem amerikanischen Physiker Donald A. Glaser lernte er, dass aufzugeben eine hohe Kunst ist. In diesem Buch geht es um Lebenserfahrungen, die man weder aus Büchern noch aus Partituren lernen kann, sondern nur von Menschen. Es geht um Begriffe wie Wahrhaftigkeit, Integrität, Demut, Authentizität und Haltung. Nebenbei vermittelt das Buch auf unterhaltsame Weise Einblicke in den Musikbetrieb und in künstlerische Fragen. Ein sehr persönliches Buch!
{Empfohlen von Verena Funtenberger}

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Alexandre Tharaud: Zeigen Sie mir Ihre Hände. 2021.

Nach dem großen Erfolg von Alexandre Tharauds Buch „Montrez-moi vos mains“ in Frankreich hat jetzt der Staccato Verlag eine deutsche Übersetzung vorgelegt. Der französische Pianist, der auf den Konzertpodien der Welt zu Hause ist und zahlreiche Preise eingeheimst hat, gewährt uns mit entwaffnender Offenheit und feinem Humor Einblicke in sein Nomadenleben und seine emotionalen Befindlichkeiten. Er hat weder einen festen Wohnsitz noch einen eigenen Flügel und lebt in Hotels oder bei Freunden. Er schildert den Ablauf eines typischen Konzerttages vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, den er durch biografische Rückblenden und Exkursionen in den Kulturbetrieb immer wieder unterbricht. Er nimmt uns mit durch die schönsten Konzertsäle der Welt, beschreibt die Herausforderung des Spielens auf unterschiedlichsten Instrumenten, thematisiert aber auch seine Alpträume und Versagensängste, und warum er nach einem Blackout im Konzert nicht mehr auswendig spielt. Das Buch öffnet jedem die Augen, was es bedeutet, in unseren Zeiten ein Konzertpianist von internationalem Rang zu sein!
{Empfohlen von Verena Funtenberger}

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Bruce Springsteen, Barack Obama: Renegades, born in the USA: Träume, Mythen, Musik. 2021.

»Renegades: Born in the USA« ist ein sehr persönlicher, aufschlussreicher und unterhaltsamer Dialog zwischen Ex-Präsident Barack Obama und der Rocklegende Bruce Springsteen. Die beiden kennen sich seit 2008 und haben Anfang 2021 beschlossen, ihre intensiven Gespräche über ihr Land, ihr Leben, ihre Liebe zur Musik als Podcast aufzuzeichnen.
Daraus ist ein Buch entstanden, in dem die beiden zahlreiche Themen erörtern, von ihrer Herkunft und die entscheidenden Momente ihres Lebens, ihrer Familien und Vaterschaft bis hin zur polarisierenden Politik ihres Landes und der wachsenden Kluft zwischen dem amerikanischen Traum und der amerikanischen Realität.
Das mit zahlreichen Farbfotografien, privaten Fotos, Songtexten und seltenem Archivmaterial gestaltete Buch ist ein fesselndes Porträt zweier Außenseiter - der eine Schwarz, der andere weiß -, die ihren ganz eigenen, unkonventionellen Weg gefunden haben, ihre persönliche Suche nach Sinn, Identität und Gemeinschaft mit der amerikanischen Erzählung zu verbinden.
Ein faszinierender Gedankenaustausch und ein gelungenes Stück Zeitgeschichte.
{Empfohlen von Annette Lindner}

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Irvin D. Yalom und Marilyn Yalom: Unzertrennlich: über den Tod und das Leben. 2021.

Das Buch „Unzertrennlich. Über den Tod und das Leben“ von Marilyn und Irvine D. Yalom ist ein wirklich besonderes Buch.
Die beiden amerikanischen Intellektuellen, seit Jahrzehnten verheiratet und in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen sehr erfolgreich, beschreiben den Sterbeprozess von Marilyn in ihren letzten Lebensmonaten aus ihrer jeweiligen Perspektive.
Nach dem Tod von Marilyn beschreibt der berühmte Psychotherapeut seine eigenen Erfahrungen mit der Trauer und den allmählichen Wiedereintritt in das neue Leben ohne seine geliebte Ehefrau Marilyn.
Ein wirklich lesenswertes Buch zum Thema Tod, Trauer und Abschiednehmen.
{Empfohlen von Ute Haßelmann}

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Jasmin Schreiber: Abschied von Hermine : über das Leben, das Sterben und den Tod - und was ein Hamster damit zu tun hat. 2021

Jasmin Schreiber ist Biologin und Romanautorin. In diesem Sachbuch schreibt sie über das Leben, das Altern, das Sterben, den Tod und die Trauer. Sie erklärt die biologischen Prozesse mit Exkursen in die Tierwelt und beschreibt das Sterben und den Tod ihres Hamsters Hermine, die Fäulnis und Verwesung des Körpers, die Arbeit von Schmeißfliegen und Käfern bei der Beseitigung von Aas. Tröstlich finde ich hier, dass Hermines kleiner Hamsterkörper somit zur Lebensgrundlage anderer Tiere wird. Natürlich findet die Autorin aber auch immer wieder den Bezug zum Menschen, z.B. indem sie verschiedene Jenseitsvorstellungen und Bestattungsriten beschreibt. Im Kapitel „Trauer“ zitiert sie die Protagonistin aus ihrem ebenfalls sehr empfehlenswerten Roman „Mariannengraben“: „Wenn Trauer eine Sprache wäre, hatte ich jetzt zum ersten Mal jemanden getroffen, der sie genauso flüssig sprach wie ich, nur in einem anderen Dialekt.“
Sehr gut gefällt mir, dass die biologischen Aspekte sehr verständlich erklärt werden - einfach und ohne unnötiges Fachchinesisch. So beschreibt sie beispielsweise Lysomen als eine „Art Müllabfuhr und Teammitglied im Putztrupp, die zelleigene und zellfremde Stoffe verdauen, damit sich der Schmodder nicht in allen Ecken sammelt“. Toll finde ich dabei, dass Jasmin Schreiber dies anhand ihres Hamsters verdeutlicht, denn dadurch hat das Buch einen persönlichen roten Faden, der immer wieder den Kreis schließt. Neben der genialen Aufbereitung des Themas spricht mich ihr liebevoller und hoffnungsfroher Stil sehr an. Die Autorin schreibt sehr gut verständlich, anschaulich und locker. „Abschied von Hermine“ bietet neben Informationen auch Unterhaltung und nähert sich diesem emotionalen Sachverhalt sehr sensibel, aber auch humorvoll. Wer der Bitte der Autorin folgt und dieses Buch aus Angst vor dem schweren Thema nicht weglegt, wird es nicht bereuen. Und wer schon der ersten Bitte gefolgt ist, sollte auch den letzten Satz beherzigen: "Machen Sie was daraus" - gemeint ist das eigene Leben.
{Empfohlen von Irene Jepkens-Klaas}

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Extra für junge Leute

Zeh, Juli: Socke und Sophie : Pferdesprache leicht gemacht. 2021

Ab 10 Jahren.
Die ausgebildete Pferdeverhaltenstherapeutin Juli Zeh schreibt erstmals eine Kindergeschichte:
Für Sophie geht ein Traum in Erfüllung, als sie probeweise ein Pony zur Pflege bekommt. Das Pony Socke wurde allerdings vom vorherigen Besitzer misshandelt und ist sehr menschenscheu geworden. Eine große Aufgabe für das Mädchen, denn Socke soll als Problempferd eingeschläfert werden, wenn es sich nicht reiten lässt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Im Wechsel werden aus Sicht von Sophie und anschließend von Socke die Leser*innnen in den Bann gezogen. Hierbei wird nicht nur die Freundschaft zwischen Mensch und Tier beschrieben, sondern auch viel Pferdewissen sachkundig und leicht verständlich vermittelt.
Der ausführliche Anhang erläutert gekonnt in der Erzählung angesprochene Sachverhalte.
Ein wunderbares Pferdeflüsterer-Buch, das ans Herz geht und wärmstens empfohlen ist!
{Empfohlen von Christina John}

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Shannon Messenger: Der Aufbruch. 2021. (Keeper of the lost cities ; 1)

Ab 11 Jahren.
In diesem Auftakt einer fantastischen Buchreihe erfährt das Mädchen Sophie, dass sie eigentlich eine Elfe ist und aus einer magischen Welt, den verlorenen Städten, stammt. Von nun an besucht sie die Zauberschule Foxfire und muss sich in ein ganz neues Leben einfinden. Dabei versucht sie dem Rätsel ihrer Herkunft auf die Spur zu kommen und erlebt so einige spannende und auch gefährliche Abenteuer. Aber zum Glück hat sie ganz tolle Freunde an ihrer Seite.
Diese Reihe wird ganz bestimmt alle Fans von Harry Potter und magischen Welten begeistern und auf die Fortsetzungen muss man auch nicht allzu lange warten, denn die nächsten Bände erscheinen circa alle zwei Monate.
{Empfohlen von Sina Eltus}

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Immortals Fenyx rising (Spiel)

Ab 12 Jahren.
Das Schicksal der göttlichen und mythischen Welt liegt in deinen Händen!
Rette als Held Fenyx die Welt der griechischen Götter vor dem bösen Titanen Typhon.
In diesem abwechslungsreichen Jump’n Run ist wirklich alles dabei: Du kämpfst mit der Kraft der Götter gegen mystische Gegner und löst knifflige Rätsel. Schalte epische Rüstungen oder besondere Flügel zum Fliegen frei. Bestehe Heldenprüfungen und sammle auf deinem Weg deine notwendigen Ressourcen, wie z.B. Äpfel, um damit deine Gesundheit wieder aufzufüllen. Erkunde zu Fuß oder auf einem Fabelwesen, wie z.B. einem Einhorn, dieses grafisch wunderschöne Open-World-Spiel.
Ein charmant und humorvoll präsentiertes, packendes Spiel, das wirklich Spaß macht.
{Empfohlen von Nicole Becker}

Als Konsolenspiel zu finden in unserem OPAC für Xbox One, PS4 und Nintendo Switch

Kena, bridge of spirits : PS4 (PS5-Upgrade verfügbar). 2021. Spiel

Ab 12 Jahren.
In „Kena, bridge of spirits“ spielt man eine junge Geisterkundige, die ein verlassenes Dorf von einem bösen Fluch befreien muss. Unterwegs findet man putzige Begleiter, die „Rot“. Die niedlichen Begleiter helfen einem im Kampf gegen Geister, die durch den Fluch am Weiterziehen gehindert werden. Das Spiel beinhaltet sowohl Rätseleinlagen als auch knackige Kämpfe.
Unbedingte Empfehlung.
{Empfohlen von Silke Lemke}

  • Als Konsolenspiel zu finden in unserem OPAC

Medientipps November 2021

Tiere entdecken in Wald und Wiese (Pettersson und Findus)

Wer kennt sie nicht, Pettersson und Findus, den alten mürrischen Mann und seinen neugierigen Kater?!
Mit diesem Buch ist ein Sachbuch erschienen, in dem mittels vieler Fotos und kurzer, leicht verständlicher Texte den Kindern die Tier- und Pflanzenwelt der Wiesen und Wälder vermittelt wird. Natürlich fehlen auch Findus und Pettersson nicht, ebenso wenig die Muklas.
Das Buch ist sehr kindgerecht gestaltet, enthält dabei viele Informationen und ist daher auch in Kindergarten und Schule gut zu verwenden. Eine besondere Empfehlung, auch wenn die Jahreszeit im November nicht nach draußen lockt.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Laura Creedle: Die Liebesbriefe von Abelard und Lily - die tragischste Liebesgeschichte ever

16 Jahre ist Lily alt, und sie hat es echt schwer. Ihr Dad hat die Familie vor Jahren verlassen, und ihn - zumindest in den Sommerferien - wiederzusehen, droht an ihren schlechten Schulnoten zu scheitern (Moms Bedingung: gute Noten!). Dabei ist sie gar nicht auf den Kopf gefallen. Was ihr gründlich zu schaffen macht: Sie kann sich nicht immer gut konzentrieren, vergisst Sachen, ist sehr spontan, eckt an und macht manchmal Dinge kaputt ohne es zu wollen. ADHS hat sie, so nennt man das.
Und dann ist da noch Abelard, ein Mitschüler von Lily, auch er ein Außenseiter. Asperger, heißt es, hat er. Mit Asperger hast du es auch nicht leicht. Du magst hochintelligent sein, aber du traust dich nicht an andere Leute ran. Du brauchst deine festen Strukturen, Spontanes macht dir Angst, Abweichungen vom Zeitplan bringen dich durcheinander. Die beiden - Abelard und Lily - finden sich, ein irrwitziger Zufall führt sie zusammen. Und beiden gelingt etwas, das anderen, die sowas wie ADHS und Asperger nicht kennen, meist nicht gelingt: Sie bringen Verständnis füreinander auf, nehmen Rücksicht aufeinander, geben sich das Gefühl, auch was ganz Besonderes zu sein. Natürlich, auch bei ihnen gibt es dicke Krisen!

Eine besondere Liebesgeschichte, für junge Leute wie für Erwachsene, die ihren Horizont erweitern möchten. Besonders auch: Die Autorin Laura Creedle hat selber ADHS, weiß, wovon sie erzählt.
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Vi Keeland, Penelope Ward: Hate Notes

Als Charlotte in einem Second-Hand-Shop ein Brautkleid hängen sieht, verliebt sie sich darin und muss es anprobieren. Dabei stößt sie auf einen kleinen blauen Zettel, auf dem eine Liebesnachricht an die vorherige Besitzerin steht. Nun fragt sich Charlotte, wer der Schreiber dieser Nachricht ist und wie es dazu kommen konnte, dass das Kleid in einem solchen Laden landet.
Sie kauft das Kleid. Ein Frustkauf? Gerade hat sich ihr Verlobter von ihr getrennt, und den Job hat sie gleich in einem mit verloren. Sie braucht etwas, was sie daran erinnert, dass es die Liebe tatsächlich gibt.

Sie macht sich auf die Suche nach dem Verfasser der Liebesnachricht und findet ihn auch – Reed Eastwood. Und da seine Mutter Charlotte einstellt, wird Reed außerdem ihr neuer Chef. Und über den Umweg einiger Hate Notes werden die Nachrichten am Ende zu Love Notes.

Dieses Buch hat alles, was ein guter Liebesroman braucht: Eine liebenswerte Protagonistin, einen attraktiven, aber arroganten Mann und ein Happy End. Wenn auch natürlich schon zu Beginn des Buches klar ist, dass es zum Happy End kommen wird, schaffen es die beiden Autorinnen, die Leserschaft immer wieder zu überraschen.
Und wie die Tatsache, dass Reed beinahe ein Eichhörnchen überfährt, dazu führt, dass die beiden in einem Hotel übernachten müssen, das müssen Sie schon selber herausfinden.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Medientipps Oktober 2021

Winter Renshaw: Secrets – Rixton Falls. Band 1

Royal war Demis erste Liebe. Alles war perfekt. Doch als er sie an einem Morgen eilig verlassen muss, hätte sie nicht gedacht, ihn erst nach sieben Jahren wiederzusehen. Und doch, als er wieder vor ihr steht, muss sie sich eingestehen, dass sie ihre erste Liebe nie vergessen konnte.
Mittlerweile ist Demi mit einem anderen verlobt, der diese Verlobung jedoch wieder gelöst hat. Das Problem nun: Der Ex-Verlobte liegt nach einem Autounfall im Koma. Und jetzt - da sie und Royal sich wieder näher kommen - wird Demi keiner glauben, dass die Verlobung gelöst wurde.
Auch wenn man am Anfang ein bisschen braucht, um in die Geschichte hineinzukommen, lohnt es sich, denn Royal und Demi sind ein wunderbares Pärchen, denen das Leben einige Hürden in den Weg gestellt hat. Durch Zeitsprünge und Perspektivwechsel erfährt man nach und nach die Geschichte, die schon in der Kinderzeit der beiden begann.

Das Buch ist der Auftakt einer Reihe, von der bisher drei Titel erschienen sind. Genau das Richtige also, wenn man gern liest und auch liebgewonnene Charaktere über mehr als ein Buch verfolgen möchte.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Matt Haig: Die Mitternachtsbibliothek

Roman um die junge Frau Nora, die keinen Sinn mehr in ihrem unglücklichen Leben sieht. Bei dem Versuch, sich das Leben zu nehmen, gerät sie in die „Mitternachtsbibliothek“, einem einzigartigen Ort, an dem ihr Möglichkeiten, andere Lebenswege einzuschlagen, in Form von Büchern dargestellt werden und in die sie eintauchen kann. Welches dieser Leben wäre besser gewesen…? Ein originelles und optimistisches Buch.
{Empfohlen von Katharina Hukiewitz}

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Medientipps September 2021

Galaxy, Jackson: Der Katzenflüsterer : für ein glückliches Katzenleben.

Nach dreißigjähriger Katzenerfahrung ist mir dieser Titel in der einschlägigen Literatur besonders positiv aufgefallen! Die reiche Erfahrung des langjährigen Tierpflegers J. Galaxy kann allen Katzenbesitzer*innen zugutekommen. Wir bekommen viele Tipps und verstehen daher das Verhalten unserer Vierbeiner viel besser. Sogenannte Problemkatzen werden vorgestellt und Tierhalter bekommen konkrete Hilfe, um den wilden Tiger in ein schnurrendes Fellchen zu verwandeln. Nach einer liebevollen korrekten Ohrenmassage verwandelt sich sogar unser „Wildkater“ Finni (nach der Hauptperson des Romans „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“) in ein zahmes Wesen.
{Empfohlen von Ursi Grevendieck}

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Poppy Anderson: Geheimzutat Liebe (Taste of Love ; Band 1)

Andrew Sott ist der neue Stern am Bostoner Kochhimmel. Doch eines Tages setzt er sich einfach ins Auto und fährt los. Er landet in einer Kleinstadt in Maine, in der Brooke Day ein kleines Restaurant führt. Sie nimmt ihn auf, ohne zu wissen, wer er ist. Allmählich kommen sie sich näher und machen das kleine Restaurant wieder bekannt. Nur was ist, wenn Andrew sein Leben aus Boston einholt? Kann ihm Brooke seine Lügen verzeihen? Und wird er zurückgehen oder in Maine bleiben?

Liebe geht durch den Magen, dieses Sprichwort kennt jeder. Hier wird dieses Sprichwort Realität, denn was ist besser als ein attraktiver Mann? Richtig, ein attraktiver Mann, der auch noch kochen kann. Witzige Dialoge, leckere Rezepte und die wahre Liebe, alles vereint in diesem Roman von Poppy Anderson. Und wer davon nicht genug bekommen kann, dieser Roman ist der Auftakt zu einer Reihe!
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Raya und der letzte Drache.

Das Land Kumandra wird von den bösen Druun bedroht und helfen können nur die Drachen. Leider sind diese schon seit 500 Jahren verschwunden. Raya, die tapfere Kriegerin, macht sich auf die Suche nach dem letzten Drachen - Sisu.
Ob sie Sisu findet und welche Abenteuer sie auf ihrem Weg, Kumandra zu retten, erlebt, dass müsst ihr euch schon selber anschauen!

Auch wenn dieser Film ganz untypisch für Disney ohne gesungene Lieder auskommt, ist es doch mal wieder ein tolles Erlebnis, nicht nur für die Kleinen unter den Disney-Fans. Ab 3 Jahre.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Claudia Kemfert: Mondays for Future : Freitag demonstrieren, Am Wochenende diskutieren, Ab Montag anpacken und umsetzen. 2020.

Die Uhr tickt: Bleiben unsere CO2-Emissionen konstant auf Stand heute, dann verfehlen wir in weniger als 8 Jahren unser Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 ° C zu beschränken – dann ist unser CO2-Konto leer. Auf https://www.mcc-berlin.net/forschung/co2-budget.html sehr sinnfällig abzulesen.

Claudia Kemfert, Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit, bringt die CO2-Uhr ins Spiel. In ihrem Buch „Mondays for Future“ spornt sie jede:n Einzelne:n von uns an: Tu was – fürs Klima (und eine gerechtere Welt). Klar, Politik und Wirtschaft sind global gefordert, aber jetzt wird das Engagement von allen gebraucht, ganz privat – in der Familie – im Freundeskreis – im kommunalen Umfeld. Anpacken ist die Devise. Mut machend, was die Wissenschaftlerin schreibt: Es lohnt sich, was zu tun.

Hier erfährt man nicht, wie man Energie ganz praktisch spart, nachhaltiger sich ernährt oder den Plastikmüll reduziert. Dafür lernt man aber umso mehr, die Beruhigungspillen derer zu verweigern, für die es keinen Klimawandel gibt. Und Grund zu resignieren („Was kann ich schon ausrichten?!“) gibt es nach der Lektüre des Buches auch nicht mehr. Ein Buch übrigens, das mit einer umfangreichen Quellenliste – zum Download im Netz – arbeitet. Hier wird nicht Meinungsmache betrieben, hier soll jede:r nachprüfen können, was gesagt wird. Das ist mal was wert!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Medientipps August 2021

Martin Walker: Französisches Roulette : der dreizehnte Fall für Bruno Chef de police

Das muss ich demnächst probieren: eine französische Apfeltarte und oben drauf eine Scheibe Käse (Marke Cantal). So gönnt es sich Bruno, Polizeichef des fiktiven Perigord-Städtchens Saint-Denis. Ein Anschiss von oben, dazu Selbstzweifel an der eigenen Ermittlungsarbeit, das alles kann einem wahrlich den Schlaf rauben. Da muss man sich dann auch schon mal was Besonderes gönnen dürfen.
Zur Geschichte: Der alte Driant, Besitzer einer Schafsfarm, wird tot aufgefunden. Ursache Herzversagen? Zweifel kommen auf, als ein dubioser Versicherungsvertrag ans Tageslicht kommt. Mit diesem Vertrag werden Driants Kinder praktisch enterbt. Was als ein provinzieller Untersuchungsfall beginnt wächst sich bald zu einem Kriminalfall aus, in den sich die Pariser Sicherheitsbehörden einschalten. Ein spannender Krimi, dem es nicht nur um Action geht, sondern mehr noch um das, was das Leben so lebenswert macht: Empathie für Mensch und Tier, Interesse am Weltgeschehen (das uns nicht unberührt lassen sollte) und Offenheit für die einfachen Freuden des Alltags wie die Apfeltarte mit Käse oben drauf, das Zusammensein mit Freunden oder der Genuss eines Musikkonzertes, und sei es nur die Generalprobe.
Der britische Schriftsteller Martin Walker (Jahrgang 1947) lebt seit 1999 im Perigord. Er ist studierter Historiker (Tipp: Unbedingt „Schatten an der Wand“ lesen, ein Roman über die prähistorische Höhlenmalerei und mehr als das!) und arbeitete lange Zeit für den Guardian, unter anderem als politischer Journalist. Ebenso wie das politische Zeitgeschehen interessiert den Feinschmecker Walker gutes Essen: Er hat schon mehr als eine Auszeichnung im Kochbuch-Sektor erhalten. Bon appétit!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Linda Lael Miller: Flüstern der Sehnsucht (Montana Hope ; Band 1)

Als Shallie nach vielen Jahren wieder in ihre Heimat zurückkehrt, hat sie dafür zwei Gründe: Cord Hollister und ihre Mutter.
Cord hat ihr als Jugendliche mit einer Abweisung das Herz gebrochen, ihre Mutter hat sie mit zwei Jahren im Motel ihrer Tante zurückgelassen und ist seitdem verschwunden. Eigentlich beides keine Gründe, um zurückzukehren und alte Wunden wieder aufzureißen.
Aber Shallie möchte ihre Mutter finden und erhofft sich dafür Hilfe von ihrem Cousin, der mittlerweile das Motel seiner Eltern führt. Auch Cord soll ihr helfen, er ist Pferdeflüsterer und sie möchte bei ihm die Pferdetherapie erlernen. Sie ist über ihre Liebe zu ihm hinweg. Denkt sie…
Als sie Cord jedoch gegenübersteht, merken beide, dass die Liebe zu Pferden nicht alles ist, was sie verbindet.
Auch wenn hier natürlich einige Klischees bedient werden und so ziemlich schnell das Ende vorhersehbar ist, muss das ja nichts Schlechtes sein. Gerade wenn man im Urlaub ein bisschen entspannen und sich in andere Welten träumen möchte, so ist dieses Buch dafür bestens geeignet. Die Charaktere sind liebenswert und so freut man sich, dass dies der Beginn einer Trilogie ist, man den Figuren also wieder begegnen wird. Auch die Geschichte ist, wenn das Ende auch vorhersehbar ist, doch an einigen Punkten überraschend. Alles in allem ist es ein Buch, mit dem sich einige Stunden Corona und alles andere vergessen lassen.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Fisherman's friends / James Purefoy, Daniel Mays, David Hayman [und andere] ; Regie Chris Foggin DVD

Spätestens seit dem Erfolg des „Wellerman“ und Santiano wissen wir, dass die Shantys keineswegs „olle Kamellen“ sind, sondern immer noch aktuell und beliebt. Die Liebe der Menschen zur See, die Sehnsucht nach Freiheit und Weite, gerade in den Zeiten von Lockdowns und Reisebeschränkungen aktueller denn je. Man merkt, wie wichtig einem Sachen sind, wenn sie nicht mehr möglich sind.
In diesem Film kommen einige Aspekte zusammen: Die Natur Cornwalls, Shantys und eine Gemeinschaft, in der man sich aufeinander verlassen kann. Basierend auf einer wahren Geschichte, erzählt der Film die Geschichte von Musikmanager Danny, der aus einem Shanty-Chor aus Cornwall einen Welterfolg schaffen möchte. Doch während seiner Zeit mit den „Fisherman’s Friends“ merkt er, dass Erfolg nicht unbedingt das ist, was er vorher dafür hielt, und dass es wichtigere Dinge gibt als Geld.
Ein Film, der wie gemacht ist für Abende, an denen das Wetter nicht so einladend ist und man gern in eine andere Welt eintauchen möchte, der gute Laune macht und ein schönes Ende bereithält. Außerdem enthält der Soundtrack einige bekannte Melodien und Lieder, die man vielleicht noch nicht kannte.
{Empfohlen von Klara Verburg}

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Medientipps Juli 2021

Wiebke von Carolsfeld: Das Haus in der Claremont Street

Der 9jährige Tom verliert auf brutale Weise seine Eltern. Danach weigert er sich zu sprechen.
Die Geschwister seiner Mutter leben eher distanziert nebeneinander, nur mit eigenen Problemen beschäftigt. Doch nun müssen sich Toms Tanten und sein Onkel zusammenraufen, um für Tom zu sorgen und ihm den Weg zurück ins Leben zu ermöglichen. Und tatsächlich gelingt es, die so unterschiedlichen Familienmitglieder wieder zusammenzuführen.
Der Roman erzählt eine sehr intensive Geschichte und verbreitet trotz des schweren Themas Zuversicht.
{Empfohlen von Elke Jinschek}

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Ken Follett: Kingsbridge: Der Morgen einer neuen Zeit

Wer kennt ihn nicht, den Bestsellerautor Ken Follett (Jahrgang 1949)!? Als Autor von Thrillern (mit dem Spionageroman „Die Nadel“ schaffte er 1978 seinen Durchbruch) wie von historischen Romanen („Die Säulen der Erde“ von 1986) hat er sich einen Namen gemacht. Was sympathisch ist: Seine historischen Romane sind nicht reine Fiktion, sie fußen – was das jeweilige Zeitbild betrifft – auf historischen Fakten.
Auch in seinem letzten Mittelalterroman „Kingsbridge“ spürt man das: Follett erzählt nicht nur eine dramatische Geschichte, er erklärt ganz nebenbei auch, wie die Menschen damals lebten, warum was wie geschah (zum Beispiel am Gerichtstag). Beim nächsten Burgen-Besuch mit den Kindern werden Ihnen als Mutter oder Vater die alten „toten“ Steine viel lebendiger erscheinen!
„Kingsbridge“ erzählt die Vorgeschichte zu „Die Säulen der Erde“. Sie ist um die Jahrtausendwende (997-1006) angesiedelt, Schauplätze sind die Normandie und das Königreich England. Nicht nur die Wikinger plündern in ungeahnter Brutalität den Süden Englands, auch die Herren von Shiring schrecken vor nichts zurück, um ihre Macht- und Geldinteressen durchzusetzen. Das ist harter Tobak, was da Schlag auf Schlag passiert. Aber machen wir uns nichts vor: Diese „Dark Ages“ sind nicht vergangen, auch heute leiden die Vielen noch unter den Machtspielen derer, die die Gewalt an sich gerissen haben. Im Roman gibt es dann doch noch ein Happy End, ein Glück!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Medientipps Juni 2021

Igor Levit: Hauskonzert

Carl Hanser Verlag

Der Pianist Igor Levit zählt nicht nur zu den besten Pianisten seiner Generation, er meldet sich auch regelmäßig zu politischen Fragen zu Wort. Er engagiert sich für den Klimaschutz und erhebt seine Stimme gegen Rassimus, Antisemitismus sowie jede Form von Hass und Gewalt. Dafür erhielt er bereits Morddrohungen. Über die Klassik-Grenzen hinaus populär wurde er, als er während des ersten Corona-Lockdowns für Hunderttausende Hauskonzerte auf Twitter spielte. Für das vorliegende Buch begleitete der ZEIT-Journalist Florian Zinnecker Igor Levit ungefähr ein Jahr lang. Herausgekommen ist keine klassische Musikerbiografie, sondern ein sensibles, facettenreiches Porträt im Twitterstil von einem streitbaren Künstler, der sich nicht nur auf die Musik reduzieren lassen will. Sehr lesenswert.
{Empfohlen von Verena Funtenberger}

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Petra Fiedler: Das Gedichtbuch

Vincentz Network

Corona und Demenz: Wie kann man da helfen, wenn Kontakte reduziert werden, der demente Mensch mehr und mehr zu Hause bleiben muss, nicht in die Betreuungsgruppe gehen kann …? Mein Tipp: Videotelefonie mit Smartphone oder (Senioren-)Tablet. Und da einem dabei auch schon mal der Gesprächsstoff ausgeht: Auf die vielfältigen Ideen der Bücher zum Aktivieren von dementen Menschen zurückgreifen! Lach- und Rätselgeschichten, Gedichtbücher, Ideensammlungen zum sich Bewegen und Beschäftigen (am Telefon natürlich im Sitzen) - alles abgestimmt auf die Interessen und Fähigkeiten, die einem betagten Menschen mit Demenz noch zur Verfügung stehen. Wie viele schöne Telefonate entspinnen sich da, auch mancher Ausflug in die Ahnengeschichte! Eins meiner Lieblingsbücher: Petra Fiedler: Das Gedichtbuch aus der Reihe Woche für Woche aktivieren. In der Stadtbibliothek finden Sie solche Bücher unter dem Label „Aktivieren“ in der Medizinabteilung. Fragen Sie uns!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Medientipps Mai 2021

Volker Kutscher: Olympia : der achte Rath-Roman

Sind Romane nur was für Schöngeister? Erst recht die Romane, die in die historische Klamottenkiste greifen? Wer „Olympia“, den 8. Gereon-Rath-Roman von Volker Kutscher liest, der kann nur antworten: Lies, ob Schöngeist oder nicht! Manchmal erkennt man in den Gereon-Rath-Romanen („Babylon Berlin“ für die Filmfreunde) die eine oder andere erschreckende Parallele zu unserer heutigen Zeit. In „Olympia“ bilden die Olympischen Spiele 1936 die Hintergrundkulisse einer heimtückischen Mordserie, mit der sich Oberkommissar Rath befassen muss. Die Nazis haben Deutschland fest im Griff. Das Diffamieren, Vertuschen, Drangsalieren und schließlich auch das Morden haben die Nazis zur Methode ihrer Politik perfektioniert. Vieles geschieht unter der Decke, nach außen möchte man sich der Völkerfamilie als Musterland präsentieren. Rath und seine Familie bekommen die hässliche Fratze dieses Landes zu spüren. Volker Kutscher, studierter Historiker, zeigt, wie es sich damals in Deutschland lebte. Seinen Romanen gehen aufwendige Recherchen voraus. Das politische Geschehen und das Leiden derer, die nicht mitmachen wollten, wird plastisch vor Augen geführt. Nie wieder so etwas!

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Fried, Amelie: Ich bin hier bloß die Mutter

Carl Hanser Verlag

Mit Amelie Frieds wunderbarem Humor über eine fünf-köpfige Familie wird sich die eine oder andere Mutter sicherlich ab und zu in der Geschichte wiederfinden. Eine locker-flockige Story von Carla die versucht irgendwie ihren Alltag zu meistern. Von Kita-Platz finden über Turnbeutel suchen und verschwundenes Smartphones auftreiben ist eigentlich alles dabei.Gibt es die perfekte Mutter? Wir meinen jede Mutter ist perfekt!

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Twister

Ab 6 Jahren

Twister ist ein echter Klassiker den wohl alle kennen. Ein Spaß für klein und groß. Es ist einfach gehalten und bietet schnellen Runden für zwischendurch. Bewegung ist hier das A und O. Ein Spiel das auf dem Boden stattfindet. Was anfangs noch leicht geht ist schon nach wenigen Runden ein buntes Kuddelmuddel an Verknotungen. Ausprobieren lohnt sich!

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Rüdiger Bertram: Mega dumm gelaufen

Ueberreuter

Ab 9 Jahren

Ist bei euch auch schon mal was dumm gelaufen, also richtig mega dumm? Dann könnt ihr bestimmt verstehen wie es Alex und Kalle geht. Kalle hat den heiligsten aller heiligsten Schulpokale „ausgeliehen“ und zerstört. Jetzt muss es schnell gehen: der Pokal muss innerhalb der nächsten 24 Stunden ersetzt werden. Die beiden Jungs möchten sich gar nicht ausdenken, was passiert, wenn das Missgeschick auffliegt.
Nun ist guter Rat teuer. Und apropos teuer: Alex und Kalle haben nur drei Euro in der Tasche. Davon lässt sich wahrlich kein neuer Pokal kaufen. Da heißt es erfinderisch werden. Das ungleiche Duo versucht es mit einem Pokal aus dem 3D-Drucker der Bibliothek (Erfolg: eher mäßig), mit Geldverdienen mittels Hundesitting und Straßenmusik (absolutes Desaster) und helfen einer alten Oma beim Taschentragen. Ob sie am Ende einen würdigen Ersatz auftreiben können, lest ihr am besten selbst nach.
Die Comic-Geschichte „Mega dumm gelaufen“ von Rüdiger Bertram ist eine tolle Geschichte für zwischendurch. Die Dialoge sind herrlich schräg und die Zeichnungen von Horst Hellmeier ebenfalls grandios. Eine klare Empfehlung für alle ab 9 Jahren.

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Medientipps Dezember 2020

Issa Watanabe: Flucht

München: Hanser

Eine meiner ganz großen Buch-Leidenschaften sind Bilderbücher: Witzige, ernste, lehrreiche, ausgefallene, mit liebevoll überbordenden oder minimalistisch auf das Wesentliche reduzierten, kunstvollen, künstlerischen Illustrationen, für Kinder wie auch für Erwachsene. Eines ist allen gemeinsam, sie berühren mich.
Eines dieser Bilderbücher ist der Titel "Flucht" von Issa Watanabe.
In berückend wie bedrückend schönen Bildern und in Form einer modernen Tierfabel kommt Issa Watanabe ohne Worte aus und man ist ganz einem Thema ausgeliefert, das uns alle immer noch angehen muss: Flucht, Vertreibung, Verlust, Leid und Tod von Menschen weltweit.
{Empfohlen von Elke Müller-Velten}

Maja Lunde: Die Geschichte des Wassers

München: btb

Wie sehr die Natur uns das Fürchten lehren kann, erleben wir in unseren Tagen: Trockenperioden, Stürme, Klimaerwärmung … Da macht einen die Geschichte, die die Norwegerin Maja Lunde erzählt, hellhörig. In ihrem Roman "Die Geschichte des Wassers" werden einem die Wunder und die Verletzlichkeit der Natur vor Augen geführt, aber man erlebt auch ihre Gewalt und Unerbittlichkeit. Ich gebe zu, ich bin noch mitten drin in der Romangeschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt: 2017 und 2041. 2017 erleben wir eine fast 70-jährige Umweltaktivistin aus Norwegen, die sich nicht damit abfinden kann, dass das Gletschereis in ihrer Heimatregion "abgetragen" wird, um andernorts als Edelwasser für Drinks betuchter Kunden vermarktet zu werden. 2041 verfolgen wir die leidvolle Geschichte eines Vaters und seiner Tochter, die wie so viele andere aus dem Süden Frankreichs vor Dürre und Feuer fliehen.
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Peter Kersken: Tod an der Ruhr: historischer Kriminalroman

Köln: Emons

Ein paar Jahre zurück in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts setzt der erste der historischen Krimis von Peter Kersken an: "Tod an der Ruhr". Die Cholera wütet damals nicht nur im Ruhrgebiet. Das Industriezeitalter zeigt zudem allerorten, wie sich die Welt verändert. So auch in Sterkrade, damals noch kein Stadtteil von Oberhausen. Ein Hüttenarbeiter wird tot auf der Straße aufgefunden. Der Polizeidiener Martin Grottkamp ermittelt. Und schon ist man drin im Zeitgeschehen von damals – spannende Unterhaltung, zugleich ein lebendiges Zeitbild, das manche Parallele zu unserer heutigen Zeit aufweist. Lohnt sich.
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Adalbert Stifter: Bergkristall und andere Meistererzählungen

Zürich: Diogenes.

Wer sich wie in alten Zeiten nach kälteren Tagen zur Weihnachtszeit sehnt, dem möchte ich noch eine Erzählung des österreichischen Schriftstellers Adalbert Stifter (1805-1868) nahe legen: "Bergkristall" heißt sie. Heiligabend früh gehen zwei Geschwisterkinder die Großmutter besuchen, die über den Berg weg lebt. Auf ihrem Rückweg werden die Kinder von einem Schneesturm überrascht und geraten in größte Not. Ich hatte diese Geschichte vor Jahren im Sommerurlaub in den Allgäuer Bergen gelesen und wollte von niemandem aus der Familie gestört werden. Eine ergreifende Geschichte!
{Empfohlen von Ralf Stötzer}

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Louise Penny: Das Dorf in den roten Wäldern

Zürich: Kampa

Die kanadische Schriftstellerin Louise Penny beginnt mit diesem Buch eine Krimireihe mit Chief Inspector Gamache von der Sûreté du Québec, den seine Mordermittlungen auch in den nächsten Bänden immer wieder in das kleine Dorf Three Pines führen, gelegen mitten in den kanadischen Wäldern. Dort löst er nicht nur die Mordfälle, sondern schließt auch Freundschaft mit den teilweise schrulligen Dorfbewohnern, die hier, aus allen Teilen des Landes kommend, eine Heimat gefunden haben. Im ersten Band geht es um den Tod der pensionierten Lehrerin Jane Neal, verursacht durch den Pfeil einer Armbrust. Inspector Gamache gelingt es, die Fäden zusammenzuführen und Jane Neals Tod aufzuklären. Ein Krimi, in dem es eher beschaulich zugeht, wo mehr Wert auf die Motive der Beteiligten gelegt wird als auf die Schilderung eines brutalen Mordgeschehens. Am Ende möchte man gleich den nächsten Band lesen, um zu erfahren, wie es weitergeht mit Inspector Gamache und den Bewohnern von Three Pines.
{Empfohlen von Elke Jinschek}

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Reisen kann man auch im Kopf!

Wir waren dieses Jahr ja alle eingeschränkt in unserer Reiseplanung — und werden es vielleicht auch im nächsten Jahr sein. Da kann mach Abhilfe schaffen! Folgen Sie Schriftstellern auf ihrem Weg zu europäischen Städten und Landstrichen und erfahren Sie etwas aus deren Leben: Thomas Mann und Lübeck, Fernando Pessao und Lissabon, Arthur Schnitzler und Wien sind ein paar der Reiseziele für Ihren Kopf.

  • Rainer Moritz: Zum See ging man zu Fuß: wo die Dichter wohnen. München: Knesebeck
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Oder:

Reisen Sie zu Orten, die Sie aus Ihren Lieblingsbüchern kennen: Narnia, Mittelerde, Oz, Westeros, Hogwarts und viele weitere. Neben einer Karte entdecken Sie vielleicht Dinge und Orte, die Sie im Buch überlesen haben.

  • Cris F. Oliver: Atlas literarischer Orte: von Wunderland bis Mittelerde. München: Knesebeck
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{Empfohlen von Birgit Sonnabend}

John Strelecky: Safari des Lebens

München: dtv

Ein junger Mann, namens Jack, erfüllt sich seinen Traum und reist nach Afrika. Dort wandert er mit einer alten, weisen Frau, genannt Ma Ma Gambe, durch das Land und lernt den Sinn des Lebens kennen. Am Ende ihrer gemeinsamen Reise mit spannenden Begegnungen, weiß Jack, dass er die Verwirklichung seiner Lebensträume nie mehr aus den Augen verlieren wird. "Safari des Lebens" berührt das Herz und kann sehr inspirierend auf seine Leser*innen wirken. Es ist voller Lebensweisheiten, die helfen, Vieles aus einer neuen Perspektive zu sehen.
Nichts passiert ohne Grund …
{Empfohlen von Nicola Schulte Bocholt}

Aloïs Guinut: Dress vintage like a Parisian. Der Style-Guide für einen nachhaltigen Kleiderschrank

München: Prestel

Nachhaltigkeit beginnt im Kleiderschrank: Die Pariser Stilexpertin Aloïs Guinut erklärt in ihrem Ratgeber, wie sich bewusster Konsum und Stil gut verbinden lassen. Anhand praktischer Anleitungen und Beispiele erfährt man, wie man den Kleiderschrank ausmistet und auf das Wesentliche reduziert, wie man herausfindet, was einem steht und zu einem passt und wo man die besten Vintage- und Second-Hand-Stücke findet und sie mit zeitlosen Klassikern kombiniert. Viele Infos zu Themen wie Kleiderpflege, Kleidertausch, Stoffe, Materialien und Upcycling runden dieses inspirierende Buch ab.
Eine spannende Lektüre für alle, die noch im alten Jahr überflüssigen Kleiderballast loswerden möchten. Auch für den Gabentisch geeignet.
{Empfohlen von Annette Lindner}

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Zack Scott: Wolkenkratzer. Die höchsten Gebäude der Welt

München : Droemer

Das perfekte Weihnachtsgeschenk für Architekturbegeisterte! Zack Scott macht die Baugeschichte von Wolkenkratzern in bestechenden Grafiken und raffinierten Illustrationen sichtbar. Eine Hommage in Bildern an die tollkühne Baukunst und die ingenieurstechnischen Höchstleistungen von Manhattans Skyline bis zu den XXL-Bauwerken in Dubai und Singapur.
{Empfohlen von Verena Funtenberger}

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Xavier Tapies: Banksy, Provokation

Zürich: Midas Collection

Es begann Anfang 2000: Die ersten Werke erschienen über Nacht an Hauswänden in Bristol. Bald folgten Graffitis in London und Los Angeles, dann in Berlin, Paris, und Jerusalem. Doch wer ist Banksy? Ein einzelner Mensch oder doch eine Künstlergruppe? Dass seine Graffitis wie von Geisterhand über Nacht in den Metropolen der Welt erscheinen und auch wieder verschwinden, ist genauso Teil seiner Kunst wie seine Anonymität. Banksys Urban Art ist durch und durch politisch. Er ist ein Provokateur, der durch gesellschaftskritische Statements im öffentlichen Raum auf Missstände aufmerksam macht. Mit diesem Bildband können Sie die Bandbreite seines Werks und die Wucht seiner Botschaften entdecken!
{Empfohlen von Verena Funtenberger}

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Sophy Roberts: Sibiriens vergessene Klaviere

Wien: Paul Zsolnay

Sibirien, das ist unerbittliche Kälte und enorme Weite. Welche Rolle ausgerechnet hier Klaviere als Symbol europäischer Kultur spielen, zeigt die Britin Sophy Roberts auf ihrer extravaganten Spurensuche. Dabei gelingt es ihr nicht nur, zahlreiche einst berühmte Instrumente zwischen dem Ural und der Insel Sachalin ausfindig zu machen, sondern auch ihre Geschichten zu rekonstruieren: von der Pianomanie der Zarenzeit bis zur Leidenschaft des Lotsen der Aeroflot, von der sowjetischen Manufaktur "Roter Oktober" bis zu einer jungen mongolischen Pianistin, die in ihrer Jurte Bach spielt. Eine Liebeserklärung an eine außergewöhnliche Landschaft und an die Kraft der Musik.
{Empfohlen von Verena Funtenberger}

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Franz Welser-Möst: Als ich die Stille fand. Ein Plädoyer gegen den Lärm der Welt

Wien: Brandstätter

Lesenswerte Autobiografie, gerade zur Corona- und Weihnachtszeit! Bei einem schweren Autounfall erlebte der österreichische Dirigent Franz Welser-Möst erstmals den Klang der Stille, die für ihn der Schlüssel zur Musik wurde. Offen erzählt er von den Hochs und Tiefs in seinem Leben, die seinen künstlerischen Weg geprägt haben. Dabei blickt er kritisch hinter die Kulissen des Musikmarktes, beleuchtet den Zusammenhang zwischen Spaßgesellschaft und dem Lärm der Zeit und wirbt leidenschaftlich dafür, die Musik als überzeugende Alternative gegen diesen Lärm zu entdecken. Eingeschoben sind vier "Wanderungen": Betrachtungen über Meditation, Natur, Geist und Ewigkeit der Stille. Geschrieben während des ersten kompletten Lockdowns in Österreich, wünscht sich der Autor, dass auch nach "Corona" ein Bewusstsein für die Stille bestehen bleibt.
{Empfohlen von Verena Funtenberger}

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Eleonore Büning: Warum geht der Dirigent so oft zum Friseur? Antworten auf die großen und kleinen Fragen der Musik

München: Benevento

Was hat das hohe C, was das hohe D nicht hat? Warum heißt die Ukulele Ukulele? Wozu gibt es Pausen in der Musik? In ihrem neuen Buch versammelt die renommierte Musikkritikerin Eleonore Büning 60 ihrer besten Kolumnen aus der FAZ, in der sie Fragen über Musik beantwortet hat. Diese sind nicht nur mit großem Vergnügen zu lesen, sondern verschaffen einen überaus kenntnisreichen Zugang zur Klassik wie zur Popmusik, für Einsteiger wie für Liebhaber. Egal, ob es bei den Fragen um den richtigen Zeitpunkt des Klatschens geht oder um die Melancholie des Walzers: Die Texte sind immer unterhaltsam.
{Empfohlen von Verena Funtenberger}

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